INTERVIEW Swing-Star Tom Gaebel kommt gern nach Bremen

Songs, die Spaß machen

Swing-Star Tom Gaebel genießt den Bremer Sonnenschein am Neptunbrunnen auf dem Domshof. Foto: KUZAJ

Bremen – Er ist Jahrgang 1975, musikalisch aber eher in den 60ern zu Haus – Tom Gaebel, Deutschlands „Mr. Swing“. Mit seinem Orchester und mit dem Programm „Perfect Day“ tritt er am Freitag, 25. Oktober, im Bremer Metropol-Theater am Richtweg auf. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Karten gibt es im Preisbereich von etwa 17 bis etwa 54 Euro. Big-Band-Sound, Easy Listening, Pop-Jazz – mit Blick auf seinen Bremer Auftritt trafen wir „Mr. Swing“, dessen musikalischer Werdegang mit Posaune und Schlagzeug begann, zum Interview im Ratskeller.

Waren Sie schon mal im Ratskeller?

Hm… vielleicht als Kind mal zu einer Feier, wir haben Verwandtschaft in Bremen. Ich liebe Bremen, bin immer mal wieder hier, habe auch Freunde hier.

Und jetzt kommen Sie auch mal wieder zum Konzert. Täuscht der Eindruck, oder geht das aktuelle Album „Perfect Day“ etwas vom Swing weg?

Es sind auch wieder Big-Band-Songs dabei. Und es kommt immer auf die Mischung an – alles eingebettet in diesen Retro-Charakter, immer ausschließlich handgemachte Musik. Egal, ob Big Band oder Easy Listening.

Worauf bezieht sich Ihr Retro-Sound?

Ich liebe die 50er und 60er Jahre mehr als die 70er. Mit gefällt einfach, was im Amerika der 60er Jahre so gemacht worden ist in der Musik, in den Filmen, in der Unterhaltungsbranche. Ich finde das faszinierend.

Also kommt ein bisschen Las-Vegas-Flair ins Metropol-Theater.

Ich denke immer an das Las Vegas der 50er bis 70er Jahre. Stilistisch ist es das, was mir am meisten Spaß macht. Und Sinatra ist immer dabei, weil es mir Spaß macht, diese Songs zu singen. Es ist Unterhaltungsmusik auf hohem Niveau.

Wie groß ist Ihre Band?

Wir sind neun Musiker auf der Bühne.

Was ist für Sie das Zeitlose am Swing?

Es gibt immer Musik, die aktuell ist. Was die Zeit überdauert, ist Musik, die Leute unabhängig von der aktuellen Mode begeistern kann. Beim Swing ist es die musikalische Klasse und Finesse, da können sich viele Leute mit austoben und Spaß daran haben. Ich war auch nie ein Fan von irgendwelchen aktuellen Künstlern.

Der Sommer geht vorbei, es wird Herbst – also lassen Sie uns schon mal an Weihnachten denken. Mit „Easy Christmas“ und „A Swinging Christmas“ haben Sie bereits zwei Weihnachtsalben aufgenommen. Sind Sie ein großer Weihnachts-Fan?

Ich liebe diese Swing-Weihnachtslieder! Die sind immer etwas lockerer gehalten, das macht mir Spaß. Wir spielen immer Weihnachtskonzerte.

Kommt da bald ein drittes Weihnachtsalbum?

Es macht mir Freude, Konzeptalben aufzunehmen, wie es meine Swing-Vorbilder auch gemacht haben. So habe ich zum Beispiel auch Lust darauf, mal ein Bossa-Nova-Album zu machen…

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