Opern, Konzerte und Filmmusik auf der Seebühne

Bremer Metropol-Theater plant Sommerspiele am Weserufer

Eine Bühne und leere Zuschauerreihen am Wasser.
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Mit Blick aufs Wasser: Das Metropol-Theater will die Seebühne an der „Waterfront“ zu neuem Leben erwecken. Visualisierung: MTB Betriebsgesellschaft

Das Metropol-Theater will die Seebühne am Weserufer wiederbeleben. In Gröpelingen sind im Juli 30 Open-Air-Events geplant.

  • Programm hat noch fünf Lücken.
  • Tribüne fasst 3000 Besucher.
  • Sven Regener, Max Raabe und Ute Lemper gastieren am Wasser.

Bremen Jörn Meyer will nicht länger warten. Er will planen. Und machen. „Wenn was funktioniert, dann draußen“, sagt der Chef des Metropol-Theaters Bremen. Und so will er im Sommer die Seebühne an der „Waterfront“ in Gröpelingen zu neuem Leben erwecken. Vom 3. bis 31. Juli sind mehr als 30 Veranstaltungen geplant. Das Programm hat nur noch fünf Lücken.

Das Projekt sei einzigartig in Norddeutschland, sagt Meyer. Er erwartet sich davon im zweiten Corona-Sommer „überregionale Strahlkraft“.

Geplant werde an den Open-Air-Sommerspielen seit Herbst 2019, sagt Meyer. Zur Erinnerung: Die Fläche direkt am Weserufer wurde in den Jahren 2008 bis 2010 vom Theater Bremen als Freiluft-Veranstaltungsort genutzt.

Die Juli-Bespielung soll also keine einmalige Aktion bleiben. Auch für die Folgejahre sind jeweils Veranstaltungen direkt am Wasser geplant. „Wir wollen die Seebühne langfristig etablieren.“ Die Spielstätte soll 3 000 Besuchern pro Veranstaltung Platz bieten. Wegen der Corona-Pandemie und der entsprechenden Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen wird die Kapazität in diesem Jahr deutlich reduziert – auf 1 000 Plätze.

Corona zwingt zur Reduzierung

Die Bühne befindet sich „an der Flusstreppe“, direkt am Wasser. Sie hat die Maße 17 Meter mal elf Meter und wird um zwei vier Meter breite Seitenbühnen ergänzt, sodass auch ein großes Orchester problemlos untergebracht werden kann. Auch für das Publikum ist an Komfort gedacht. Unter anderem gibt es eine Strandkorb-Reihe. „Der Ort soll zum Verweilen einladen“, sagt Meyer, „und er soll schon ein bisschen schick daherkommen.“ Überdacht sind die Plätze nicht. „Wir spielen auch bei Nieselregen“, sagt der Theaterleiter. „Aber der Juli wird sehr trocken und sonnig.“

Kommt zum Rendezvous mit Marlene: Ute Lemper gastiert am 21. Juli am Weserufer.

Geboten wird ein buntes Programm „für alle Altersstufen und Geschmacksrichtungen“. Eines, das Qualität verspricht. Die Veranstaltungen reichen von Comedy über Pop, Rock und Tribute-Shows bis hin zur Klassik. „Klassische Konzerte und Opern nehmen eine sehr wichtige Rolle im Gesamtkonzept ein“, sagt Meyer. Das Metropol-Theater arbeitet mit dem Veranstalter „Kulturgipfel“ aus München zusammen. Der Klassik-Block ist vom 6. bis 15. Juli eingebucht, mit der „Nacht der Tenöre“ (7. Juli), Carl Orffs „Carmina Burana“ (8. Juli), Giuseppe Verdis Opern „Aida“ (9. bis 11. Juli) und „Nabucco“ (13.  Juli) sowie einer „Reise durch die Welt der großen Komponisten“ unter dem Titel „Best of Classic“, konzipiert als spätes Sonntagsfrühstück am Wasser (11.  Juli, 11 Uhr). „Picknickkörbe sind erwünscht“, sagt Meyer.

„Kindertag“ am 18. Juli

Zur Eröffnung der Seebühnen-Saison spielt am Sonnabend, 3. Juli, die Berliner Band „Element of Crime“ um den aus Bremen stammenden Sänger (und Schriftsteller) Sven Regener mit seiner wunderbar nöligen Stimme ihre melancholisch-chansonesken Songs.

Kommt mit seinem „Palast Orchester“: Max Raabe gastiert am 4. Juli auf der Seebühne.

Weiter geht es am Sonntag, 4. Juli, mit Max Raabe und seinem „Palast Orchester“. Und dann folgen noch Künstlerinnen und Künstler wie Ute Lemper (21. Juli, mit ihrem Marlene-Dietrich-Programm), Annett Louisan (16. Juli), Tom Gaebel (22. Juli), Altmeister Klaus Doldinger (27. Juli), der mit seiner Band „Passport“ auftreten wird, und Till Brönner (31. Juli). Tribute-Shows widmen sich „Abba“ (23. Juli), Aretha Franklin (20. Juli) und Neil Diamonds Stadionhymne „Sweet Caroline“ (26. Juli). Filmmusik-Abende stehen ebenso auf dem Programm wie eine Schlagernacht in Zusammenarbeit mit dem Bremer „Fritz“-Theater (5. Juli), ein Wiedersehen mit Ron Williams („The Sound of Classic Motown“, 19. Juli), ein Comedy-Abend mit den beiden Marokkanern Khalid Bounouar und Benaissa Lamroubal (30. Juli) sowie am 18. Juli ein Kindertag mit „Grüffelo“, „Dschungelbuch“ und „Pippi Langstrumpf“.

Karten kosten je nach Vorstellung und Platz von 25 bis 90 Euro. Fällt eine Ausstellung aus, gibt es das Geld zurück. Der Vorverkauf läuft. Tickets können derzeit nur online unter www.nordwest-ticket.de und telefonisch über das Callcenter unter 0421/363636 bestellt werden. Und: Parkplätze gibt es auf dem Gelände genug.

Weitere Infos unter www.seebuehne-bremen.de

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