Neues „Bild des Monats“ im Overbeck-Museum

Ein Sommerabend an der Aue

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Leuchtende Farben: „An der Aue bei Sonnenuntergang“ von Hermine Overbeck-Rohte, das aktuelle „Bild des Monats“ im Vegesacker Overbeck-Museum.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Der Sommer. . . wo ist der Sommer mit seinem schönen Wetter und den milden Abenden? Im Museum zum Beispiel. Vor mehr als 100 Jahren zum Beispiel hielt die Malerin Hermine Overbeck-Rohte einen Sommerabend an der Schönebecker Aue in ihrem Gemälde „An der Aue bei Sonnenuntergang“ fest.

„In intensivem Blau leuchten Wasser und Himmel, die Landschaft präsentiert sich in schlichter Schönheit“, sagt Dr. Katja Pourshirazi, die Leiterin des Vegesacker Overbeck-Museums.

Und sie sagt es nicht ohne Grund, denn „An der Aue bei Sonnenuntergang“ ist in ihrem Haus das „Bild des Monats“ im August. „Mit seiner vereinfachenden Malweise und den leuchtenden Farben strahlt das Bild eine große Ruhe aus und gibt stimmungsvoll die Atmosphäre eines warmen Sommerabends wieder.“

Wie in der Reihe „Bild des Monats“ üblich, gibt es wieder Termine für Kurzführungen mit Bildbetrachtungen zum Thema. Pourshirazi: „Auch heute noch lädt das Schönebecker Auetal, in dem Fritz Overbeck und Hermine Overbeck damals wohnten, mit seinen Wiesen zum Spazierengehen ein. Doch wem ist heute bekannt, dass die Aue insgesamt rund 18 Kilometer lang ist? Wo entspringt sie eigentlich? Wo mündet sie in die Weser? Diesen und anderen Fragen geht die Bildbetrachtung zum ,Bild des Monats‘ August nach.“

Die Bildbetrachtungen mit der Museumsleiterin beginnen am Mittwoch, 9. August, und Donnerstag, 17. August, jeweils um 17 Uhr. Die Führung kostet zwei Euro plus Museumseintritt.

Fritz Overbeck (1869 bis 1909) gehörte zu den fünf Gründungsvätern der Künstlerkolonie Worpswede. 1905 verließ er Worpswede, um sich in Bröcken bei Vegesack niederzulassen. Im Alten Packhaus an der Alten Hafenstraße 30 ist ihm und seiner Frau Hermine Overbeck-Rohte (1869 bis 1937) seit 1990 das Overbeck-Museum gewidmet. Es ist täglich außer montags in der Zeit von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Mit dem Polizeiboot auf der Weser

Besondere Belohnung für zwei 14 und 15 Jahre alte Schüler. Die Wasserschutzpolizei in Bremerhaven begrüßte sie dieser Tage als mutige junge Retter. Und: „Sie durften als Anerkennung eine sichere Ausfahrt mit einem Polizeiboot auf der Weser unternehmen“, so ein Polizeisprecher weiter.

Klaas (14) und Jannick (15) wurden zu einer Weser-Tour mit dem Polizeiboot eingeladen.

Anlass und Hintergrund war eine Rettungsaktion am 30. April in Farge. Am Nachmittag jenes Tages trieb im Fahrwasser der Weser plötzlich ein Segelboot kieloben. Klaas (14) und Jannick (15) sahen das vom Ufer aus – und zögerten nicht. Mit ihrem kleinen Schlauchboot eilten sie zur Unglücksstelle, um dem mit dem Segelboot havarierten Paar zu helfen.

Schnelle Hilfe für havariertes Paar

Bei den beiden Seglern handelte es sich um 65 und 66 Jahre alte Eheleute aus Ganderkesee. „Sie waren im Bereich der Juliusplate mit ihrer Wanderjolle ausgelaufen. Nach kurzer Zeit auf der Weser wurden sie von einer starken Böe erfasst und kenterten. Beide tauchten kurzfristig ins Wasser ein“, so die Polizei. „Mit Unterstützung der beiden Jungen gelang es ihnen, zurück in ihr Boot zu klettern.“ Das war ein ebenso mutiger wie kurzentschlossener Einsatz.

Mit der Blumenthaler Fähre wurden die durchnässten Segler an Land gebracht. Die Besatzung des Polizeibootes „Bremen 1“ barg das gekenterte Segelboot – mit Hilfe von Feuerwehrtauchern und der DLRG.

„Das Ehepaar zeigte sich voller Dankbarkeit. Die Profi-Retter waren tief beeindruckt von den beiden ebenfalls durchnässten jungen Rettern“, hieß es weiter. Und zur Belohnung gab es zum Sommerferienausklang nun die Bremerhavener Weser-Tour für Klaas und Jannick.

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