Der Sommer steckt im Overbeck-Museum

„Morgen am Strande“

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Auf dem Weg nach Bremen – das Jugendbarockorchester Michaelstein.

Von Thomas Kuzaj. Kunst: Ein schönes Ausflugsziel ist es ja selbst, das Overbeck-Museum in Vegesack. Und jetzt haben wir ja die Ausflugszeit, die Reisezeit. Ganz viel von der ganzen Frische und Leichtigkeit des Sommers findet sich in Overbecks Ölbild „Morgen am Strande“ aus dem Jahr 1907. Ja, der Sommer – er steckt im Overbeck-Museum. Und so ist der „Morgen am Strande“ dort folgerichtig das „Gemälde des Monats“ für den August.

Kunst: Ein schönes Ausflugsziel ist es ja selbst, das Overbeck-Museum in Vegesack. Und jetzt haben wir ja die Ausflugszeit, die Reisezeit. Ganz viel von der ganzen Frische und Leichtigkeit des Sommers findet sich in Overbecks Ölbild aus dem Jahr 1907. Ja, der Sommer – er steckt im Overbeck-Museum. Und so ist der dort folgerichtig das „Gemälde des Monats“ für den August.

„Sanft branden die Wellen an den hellen Strand, Wolken ziehen dahin, der Horizont ist strahlend blau.“ So beschreibt Museumsleiterin Dr. Katja Pourshirazi das „Gemälde des Monats“. „Ein steiles Kliff, von feinem Sand bedeckt, wirft seinen Schatten.“

Das Bild ist entstanden, nachdem der Künstler auf die Nordseeinsel Sylt gereist war, um – was sonst – dort zu malen. Dreimal machte er Studienreisen nach Sylt, weil er „von der lichtdurchfluteten Landschaft am Meer“ so begeistert war, sagt Pourshirazi. „Vor allem die Brandung und die Weiten der Dünen hielt der Freilichtmaler in zahlreichen Ölstudien fest.“

Fritz Overbeck (1869 bis 1909) gehörte zu den fünf Gründern der Malerkolonie Worpswede. 1905 verließ er Worpswede, um sich mit seiner Familie in Bröcken bei Vegesack niederzulassen. Im Alten Packhaus an der Alten Hafenstraße 30 ist ihm und seiner Frau, der Malerin Hermine Overbeck-Rohte (1869 bis 1937), seit 1990 – seit nunmehr 25 Jahren also – das Overbeck-Museum gewidmet. Es ist täglich außer montags in der Zeit von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Im Museum wird das Gemälde gegenwärtig zusammen mit seiner motivgleichen Vorstudie gezeigt. Pourshirazi weiter: „Während die kleinere Vorstudie tatsächlich draußen, direkt am Strand von Sylt entstand, fertigte der Maler das größere Leinwandbild später in seinem Atelier an. Im direkten Vergleich eröffnen die beiden Werke daher spannende Einblicke in die Arbeitsweise des Malers.“

Am Mittwoch, 19. August, lädt Pourshirazi zu einer 20-minütigen Kurzführung zum „Gemälde des Monats“ ein und bietet „eine intensive Bildbetrachtung sowie Fakten und Geschichten rund um das Gemälde“ an. Beginn ist um 17 Uhr.

Konzert: Werke von Lully, Bach und Haydn stehen auf dem Programm, wenn das Jugendbarockorchester Michaelstein am Sonntag, 9. August, um 16 Uhr im Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee spielt. Eintritt: 20 Euro.

Das Ensemble ist „Deutschlands erstes und einziges Jugendorchester für Barockmusik“, sagt eine Sprecherin des Sendesaals. „Unter den Gesangssolisten ist die Bremerin Marie Luise Werneburg.“ Werneburg ist Sopranistin. Die gebürtige Dresdnerin lebt in der Hansestadt, von wo aus sie Konzerte mit „Weser Renaissance Bremen“, der „Lautten Compagney Berlin“, der Rheinischen Kantorei, „Bell‘Arte Salzburg“ und anderen unternimmt.

Weitere Solisten beim Auftritt im Sendesaal: Amélie Saadia (Mezzosopran), Kai Rotherberg (Tenor) und Jakob Ahles (Bariton). Künstlerische Leitung: Raphael Alpermann.

Das Jugendbarockorchester Michaelstein wurde im Sommer des WM-Jahres 2006 von der Musikakademie Sachsen-Anhalt im Kloster Michaelstein gegründet – mit der Unterstützung des Vereins „Mitteldeutsche Barockmusik“. Seitdem trifft sich das aus Schülern und Studenten zusammengesetzte überregionale Ensemble mehrmals jährlich zu Arbeitsphasen, um gemeinsam mit renommierten Musikern zu arbeiten – allen voran mit einem Dozententeam der „Akademie für Alte Musik Berlin“. Konzertreisen führten das Orchester nach China, Bulgarien und Kolumbien.

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