Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien steigt im Land Bremen rasant an

Solarboom auf den Dächern

Das Ende November 2011 eingeweihte Wasserkraftwerk am Weserwehr leistet den größten Einzelbeitrag zum Ausbau der Erneuerbaren Energien im Land Bremen. Unser Bild stammt vom Eröffnungstag und zeigt Hans-Dieter Kettwig (Geschäftsführer des Anteilseigners Enercon, v.l.), Torsten Köhne (Geschäftsführer der Bremer SWB) sowie Christoph Kolpatzik (Geschäftsführer der Betreibergesellschaft) mit Sohn Oscar. ·
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Das Ende November 2011 eingeweihte Wasserkraftwerk am Weserwehr leistet den größten Einzelbeitrag zum Ausbau der Erneuerbaren Energien im Land Bremen. Unser Bild stammt vom Eröffnungstag und zeigt Hans-Dieter Kettwig (Geschäftsführer des Anteilseigners Enercon, v.l.), Torsten Köhne (Geschäftsführer der Bremer SWB) sowie Christoph Kolpatzik (Geschäftsführer der Betreibergesellschaft) mit Sohn Oscar. ·

Bremen - „Bremen kommt beim Ausbau der Stromerzeugung aus Sonne, Wind und Wasser gut voran.“ Das sagt Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne). Er zeigt sich zuversichtlich, dass die Ziele erreicht werden, die Bremen sich für das Jahr 2020 gesetzt hat.

Seit dem Jahr 2009 haben sich die Kapazitäten für die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien im Land Bremen verdoppelt, seit 2005 vervierfacht. Ihr Anteil an der Bruttostromerzeugung liegt bei 4,5 Prozent, am Stromverbrauch bei sieben Prozent. Das geht aus den Zahlen hervor, die der Senat auf eine Anfrage der Fraktionen von Grünen und SPD jetzt veröffentlicht hat.

„Bis 2050 wollen wir vollständig umgestellt haben. Bis dahin bleibt noch viel zu tun“, sagt Lohse. Insbesondere bei der Windenergie sieht er die Möglichkeit, den Ausbau noch zu beschleunigen.

Ende 2011 drehten sich im Land Bremen 72 Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 136 Megawatt und einer Kapazität von 290 Millionen Kilowattstunden pro Jahr in Betrieb. Die Windkraftanlagen können laut Lohse rechnerisch 115 000 private Haushalte mit Strom versorgen. Und damit sind 60 Prozent dessen erreicht worden, was im Klimaschutz und Energieprogramm 2020 als Potenzial der Windkraft ermittelt worden ist.

„Um die restlichen 40 Prozent zu schaffen, müssen wir die bestehenden Standorte effizienter nutzen, indem wir ältere Windräder durch moderne Anlagen ersetzen und alle sinnvollen und verantwortbaren Standorte in die Ausbauplanung einbeziehen“, sagt der Senator. Er will jetzt unter anderem alle Flächen für Windräder, die in einer ersten Prüfung im Jahr 2006 zurückgestellt worden waren, einer erneuten Prüfung unterziehen.

Mitte 2011 waren auf Dächern in Bremen und Bremerhaven außerdem fast 1 000 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von gut 14 Megawatt in Betrieb, die jedes Jahr 11,9 Millionen Kilowattstunden Strom liefern können. Damit sei das Ausbauziel des Klimaschutz- und Energieprogramms 2020, das bei zehn Millionen Kilowattstunden liegt, bereits übertroffen.

Der sehr schnelle Ausbau der Stromerzeugung aus der Sonne habe die Erwartungen in Bremen deutlich übertroffen. „Der erfreuliche Solarboom der vergangenen beiden Jahre gibt uns die Chance, noch einen Gang zuzulegen und unsere Zielzahlen für Photovoltaik nach oben zu korrigieren“, so Lohse.

42 Millionen Kilowattstunden pro Jahr soll das neue Wasserkraftwerk an der Weser mit seiner Leistung von zehn Megawatt erzeugen. Das entspricht dem Strombedarf von 17 000 privaten Haushalten. „Die innovative Anlage liefert damit den größten Einzelbeitrag zum Ausbau der Erneuerbaren Energien“, sagt Lohse. Das Ausbauziel für die Nutzung der Wasserkraft sei damit erreicht.

Der Senator bewertet den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Bremen als Erfolgsgeschichte: „Im Jahr 2009 hat Bremen sich ehrgeizige Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien gesteckt und manche haben damals bezweifelt, ob sie erreichbar sind.“

Jetzt seien die damals formulierten Ziele bereits in greifbare Nähe gerückt. „Das gibt uns Auftrieb, um auch das Fernziel eines vollständigen Umstiegs bis 2050 entschlossen anzusteuern.“ · je

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