Einbrüche in Twistringen, Achim, Oyten und Bremen

Soko „Geldschrank“ bringt sieben Einbrecher hinter Gittern

Bremen - Erneut haben die Ermittler einer Bande von Einbrechern das Handwerk gelegt. Die Männer sollen in unterschiedlicher „Besetzung“ in sieben Geschäfte in Twistringen, Achim, Oyten und Bremen eingebrochen sein. Am Montag wurden sie in Bremen gefasst.

Die sieben Verdächtigen sitzen nun hinter Gittern, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Verden am Freitag mitteilten. Bereits im Herbst 2015 war der gemeinsam Ermittlungsgruppe Bremen-Oldenburg ein entscheidender Schlag gegen organisierte Kriminelle gelungen: Der damals gefassten Bande werden mehr als 100 Einbrüche in Bremen und dem niedersächsischen Umland vorgeworfen.

Die sieben jetzt gefassten Bremer im Alter von 24 bis 35 Jahren sollen die Einbrüche im Mai und Anfang Juni begangen haben. Seit Anfang 2015 war es in Bremen und im Umland immer wieder zu Einbrüchen in Geschäfts- und Firmenräume gekommen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Dabei waren Tresore entwendet oder vor Ort geöffnet und größere Mengen Zigaretten (oder anderes) gestohlen worden.

Die Polizeiinspektion Verden/Osterholz bildete aufgrund der Häufung der Einbrüche im März die Ermittlungsgruppe „Geldschrank“. Die Arbeit dieser Soko führte jetzt zu den Festnahmen, wie es heißt.

In Bremen sollen drei der Männer Mitte Mai in einen Supermarkt eingedrungen sein. Beute der Einbrecher: 4.000 Euro. Der Versuch, einen Tresor aufzubrechen, scheiterte. Bei einem Einbruchsversuch in einen Verbrauchermarkt am 26. Mai in Twistringen sollen die Tatverdächtigen gestört worden sein. Ein Trio soll dann in der Zeit vom 26. bis 29. Mai zweimal ein Tabakwarengeschäft in einer Einkaufspassage in Oyten heimgesucht haben. Bei den Einbrüchen entstand ein Schaden von mindestens 40.000 Euro, so die Ermittler.

Zeugin stoppt einen Einbruchsversuch

Ein Café an der Obernstraße in Achim war dann am Sonntag gegen 23.30 Uhr erstmal Endstation für die Verdächtigen. Eine aufmerksame Zeugin hatte Geräusche gehört und die Polizei alarmiert. Vier Männer flüchteten vom Tatort, so der Sprecher. Weil die Zeugin das Kennzeichen eines Autos am Tatort notiert hatte, gelang es Beamten der Polizei Achim und der Autobahnpolizei Langwedel, drei mutmaßliche Diebe auf ihrer Flucht im Bremer Stadtgebiet vorläufig festzunehmen.

Ebenfalls in der Nacht zu Montag hatte es in Bremen Einbrüche in einen Betrieb an der Haferwende und in eine Gaststätte am Domshof gegeben. Dabei waren den Angaben zufolge Tresore entwendet worden. Die Soko „Geldschrank“ erfuhr, wie es heißt, dass diese Tresore am nächsten Tag in einer Bremer Garage geknackt werden sollten.

Und tatsächlich, während sich die Männer mit den Tresoren in der Garage befanden, griff das Mobile Einsatzkommando (MEK) Oldenburg zu. Die Beamten nahmen drei Personen fest und stellten zwei Tresore sowie Betäubungsmittel sicher. Kurz darauf wurde an anderer Stelle ein weiterer Verdächtiger gefasst.

Die Ermittler gehen den Angaben zufolge davon aus, dass die sieben Männer zu einer Bande gehören, die sich in zwei Gruppen aufgespaltet hat. Ein Teil der Männer soll bereits „erheblich“ aufgefallen sei.

Möglicherweise gehen weitere Einbrüche – unter anderem in Bremen, Oldenburg, Osnabrück, Delmenhorst und Stuhr-Brinkum – auf das Konto der Verdächtigen. Alle sieben Männer kamen wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Sie verweigern die Aussage, heißt es. Die Arbeit der Soko „Geldschrank“ wird fortgesetzt.

gn

Rubriklistenbild: © dpa

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