Schütting-Preis: Gewinner heißt Biozoon

Mit „Smoothfood“ zum Sieg

Ein Mitarbeiter der Firma Biozoon zeigt in der Küche der Firma in Bremerhaven einen Teller mit gelierten Hähnchen, Möhren und Kartoffelbrei. Biozoon gewann den Schütting-Preis. - Foto: dpa

Bremen - Alle vier Jahre vergibt die Handelskammer Bremen/IHK Bremerhaven den Schütting-Preis für besondere Innovationen im Mittelstand. Bei der achten Verleihung zeigten sich die Preisträger als kreative Denker und ausgebuffte Techniker, die sehr gut verstehen, was auf dem Markt gebraucht wird.

Die Bremerhavener Biozoon GmbH ist Sieger und gewinnt 7 500 Euro. Sie produziert Nahrungsmittel für Menschen mit Kau- und Schluckbeschwerden. Damit hat die Firma fünf Millionen Kunden in Deutschland und etwa 30 Millionen in Europa. An diese Menschen richtet sich das „Smoothfood“-Konzept, das es erlaubt, verschiedene Nahrungsmittel zu einem Püree zu verarbeiten, das dennoch eine ansprechende Form hat, also aussieht wie ein Schnitzel oder ein Hähnchenschenkel. Dabei greift das Unternehmen auf Silikonformen zurück. Biozoon hat inzwischen gezeigt: Auch mit 3-D-Druck-Technik lässt sich Essen mit der gewollten Konsistenz herstellen. „Das wird in der Zukunft viel verändern“, sagt Geschäftsführer Matthias Kück. Das betrifft auch das Aussehen des Essens. „Für die Menschen ist das Essen ein wichtiger Termin am Tag mit sozialem Kontakt. Da sollte auch die Optik stimmen.“

Platz zwei und 5000 Euro gehen an die Nopar International GmbH. Ihr Geschäftsführer Stefan Schmitt hat die elektrostatische Aufladung als Klebstoff entdeckt. Seine Flipchart-Folien kleben auch an Schränken, Türen und anderen Flächen. So können auch alltägliche Möbel den Hintergrund für Präsentationen bilden. Es müssen keine Tafeln oder ähnliches mehr her. Die Folien bestehen aus drei Schichten und können nachhaltig aufgeladen werden. Deshalb sind sie immer wieder verwendbar und somit umweltfreundlich. „Man muss lange durchhalten und auch aushalten, von einigen Leuten ausgelacht zu werden, wenn man eine neue Idee umsetzen will“, sagt Schmitt, der seit 2001 an der Umsetzung der Idee gearbeitet hat und mit dieser selbststndig wurde.

Die Rotek GmbH & Co. KG bekommt den dritten Platz und 2500 Euro für die Entwicklung eines intelligenten Motors, den „Romotion“. Dieser kann komplexe Prozessabläufe eigenständig übernehmen. Einen Sonderpreis ohne Geld ging an die Statex Produktions- und Vertriebs GmbH für die Entwicklung einer textilen Leiterbahn für eine biegsame Tablet-Tastatur aus Gummi. Kunde soll ein bekannter amerikanischer Computer- und Smartphone-Hersteller sein. - mko

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