Stahmann entfristet Vertrag

Weihberg bleibt Geschäftsführer der Werkstatt Bremen des Martinshofs

Urkunde und Blumen gab es für Martinshof-Chef Ahlrich Weiberg von Sozialsenatorin Anja Stahmann.

Bremen - Ahlrich Weiberg wird die Werkstatt Bremen des Martinshofs auch in Zukunft leiten. Zwei Jahre nach Übernahme der Geschäftsführung im Dezember 2015 hat Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) das Vertragsverhältnis jetzt entfristet.

Weiberg hatte „Mr. Martinshof“ Wilfried Hautop abgelöst, der die Geschäftsführung seit Gründung der Werkstatt im Jahr 1987 innehatte. Die Werkstatt Bremen beschäftigt in 37 Betrieben rund 2.200 Männer und Frauen mit Behinderung. Sie hält knapp 1.900 Arbeitsplätze für die angepasste Arbeit vor, sagte Stahmann. „Ahlrich Weiberg hat die zwei Jahre als Geschäftsführer genutzt, Angebote innerhalb der Werkstatt neu zu strukturieren“, so die Senatorin bei der Übergabe der Urkunde an den 56-Jährigen.

Vor allem habe er Prozesse eingeleitet, mit denen „die Angebote der Werkstatt im Beschäftigungs- und im Bereich der Berufsbildung deutlich passgenauer auf die Entwicklungspotenziale und Bedürfnisse jedes einzelnen Beschäftigten abgestimmt werden“, betonte Stahmann. „Für den Erfolg der Werkstatt, der sich ganz wesentlich an der guten Förderung und Unterstützung des Einzelnen bemisst, ist das von zentraler Bedeutung“, so die Senatorin, die für Weihberg außerdem einen Blumenstrauß parat hatte.

Weihberg ist studierter Maschinenbauer

Weiberg ist in Wolfsburg geboren und studierter Maschinenbauer. Seit dem Jahr 2000 war er in Einrichtungen der Diakonie für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung tätig und hat dort die betriebswirtschaftliche, technische und personelle Gesamtverantwortung getragen. Seine Hauptaufgabe bei der Werkstatt sieht er darin, „sinnvolle kreative Beschäftigungsangebote für Menschen auch mit schwereren Beeinträchtigungen“ zu entwickeln. 

Ahlrich Weiberg: „Die Werkstatt Bremen sehe ich in ihrer doppelten Funktion – einerseits als Reha-Einrichtung und Ort zur Teilhabe am Arbeitsleben, andererseits als Wirtschaftsbetrieb, der sich als Dienstleister der bremischen Wirtschaft immer weiter öffnet. Beides will ich verantwortungsvoll weiterentwickeln.“ Unter anderem arbeitet die Werkstatt für die Polizei, Airbus, Mercedes und Werder Bremen.

gn

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