Sieling besucht die Kunsthalle

„Bremer Haken“

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Der Bürgermeister zu Besuch in der Kunsthalle – von links gesehen: Carsten Sieling, Hartwig Dingfelder (Leiter der Kunsthallen-Abteilung Bildung und Vermittlung), Bernd Schmielau (Vorsitzer des Kunstvereins, der das Museum trägt) und Direktor Professor Christoph Grunenberg.

Von Thomas Kuzaj. Museen: Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) ist ja nicht allein Präsident des Senats, sondern unter anderem auch Kultursenator. Als Bürgermeister und Kultursenator machte er gestern so etwas wie seinen Antrittsbesuch in der Kunsthalle. Dort sprach er nicht allein mit Professor Christoph Grunenberg, dem Direktor, der sich über den offiziellen Besuch „sehr freute“. Sieling sprach mit Mitarbeitern aus allen Abteilungen des Hauses. Insgesamt hat die Kunsthalle etwa 60 Beschäftigte. Zählt man die Ehrenamtlichen hinzu, sind es ungefähr 120 Mitarbeiter.

Museen: Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) ist ja nicht allein Präsident des Senats, sondern unter anderem auch Kultursenator. Als Bürgermeister und Kultursenator machte er gestern so etwas wie seinen Antrittsbesuch in der Kunsthalle. Dort sprach er nicht allein mit Professor Christoph Grunenberg, dem Direktor, der sich über den offiziellen Besuch „sehr freute“. Sieling sprach mit Mitarbeitern aus allen Abteilungen des Hauses. Insgesamt hat die Kunsthalle etwa 60 Beschäftigte. Zählt man die Ehrenamtlichen hinzu, sind es ungefähr 120 Mitarbeiter.

Sieling nahm sich Zeit für die Gespräche. Und hörte von dem einen oder anderen interessanten Detail. Zum Beispiel vom „Bremer Haken“. Vianney Kreutzer, der Passepartoutschneider der Kunsthalle, hat ein System aus Magnethaken erfunden, das eine variable und zugleich auch schonende Befestigung von Grafik-Exponaten und Zeichnungen – kurz: von Kunstwerken auf Papier – ermöglicht. Die Innovation ist patentiert worden. Kreutzer präsentierte seine Erfindung gestern besonders anschaulich – er schenkte dem Bürgermeister gestern einen „Bremer Haken“.

Sieling hörte zudem, was das Kunsthallen-Team gegenwärtig so alles beschäftigt. Die Digitalisierung des Kupferstichkabinetts mit seinen 200000 Zeichnungen und Druckgrafiken zählt ebenso dazu wie die Vorbereitung der für Oktober angekündigten Liebermann-Ausstellung („Reiten, Tennis, Polo – vom Freizeitvergnügen zum modernen Sport“).

Und weiter? Die Provenienzforschung in der Gemäldesammlung – ebenso ein aktuelles Gesprächsthema wie das neue Forschungsprojekt „Sammlungsgeschichte in der Kolonialzeit“, die Kunsthallen-Angebote für Flüchtlinge und die Restaurierung 900 niederländischer Zeichnungen. Und so weiter, und so fort.

Direktor Grunenberg zeigte Sieling auch die aktuelle Ausstellung „Letztes Jahr in Marienbad – Ein Film als Kunstwerk“, die noch bis zum 13. März zu sehen ist. „Das ist ein ganz ungewöhnlicher Ansatz, einen Film zum Ausgangspunkt einer Ausstellung zu nehmen“, sagte Sieling anschließend. „Ich denke, dass diese Schau auch Menschen anspricht, die vielleicht nicht regelmäßig die Kunsthalle besuchen.“ Und beim Rundgang durch die ständige Ausstellung freute sich der Bürgermeister über die vielen Kindergruppen, die den Ausführungen der museumspädagogischen Kräfte zuhörten.

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