„Shitstorm“ bleibt aus

Sturmtief „Sabine“ in Bremen: Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz

Land unter an der Schlachte am Montag: Die Weser trat bei Sturm „Sabine“ über das Ufer und machte die Promenade für Stunden unpassierbar. Foto: KUZAJ
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Land unter an der Schlachte am Montag: Die Weser trat bei Sturm „Sabine“ über das Ufer und machte die Promenade für Stunden unpassierbar.

Bremen – Sturmtief „Sabine“ hat auch die Helfer in Bremen rund um die Uhr beschäftigt. „Die Kräfte waren im Dauereinsatz“, sagte Polizeisprecherin Frank Haedke am Montag auf Nachfrage. Feuerwehrsprecher Andreas Desczka bestätigte das. Verschnaufpausen gab es für die Helfer nicht.

Auch wenn „Sabine“ für Polizei und Feuerwehr jede Menge Arbeit bedeutete – auch am Montag noch –, so waren doch beide froh, dass es in Bremen bei Sachschäden blieb und bis zum Abend niemand verletzt wurde. In Bremerhaven verhinderte die Polizei sozusagen einen „Shitstorm“. Polizeisprecher Ralf Spörhase: „Windböen hatten eine mobile Baustellen-Toilette in Bewegung gesetzt und die Straße hinaufgeweht.“ Die Beamten hätten gerade noch rechtzeitig eingegriffen.

Von 18 Uhr am Sonntagabend bis Montag, 6 Uhr, rückte die Bremer Polizei zu etwa 90 Einsätzen aus, berichtete Franka Haedke. Insbesondere traf es Baustellen. Dort flogen Absperrungen, Schilder und Planen durch die Gegend. So auch, wie berichtet, die Plane über Bausand auf der A 1. Hier sorgte das Technische Hilfswerk (THW) dafür, dass die Autofahrer wieder Sicht bekamen. Ferner, so die Sprecherin, fielen Äste herunter, Bäume stürzten um, Dachschindeln machten sich selbstständig. Den Bereich am Aalto-Hochhaus in der Vahr musste die Polizei den Angaben zufolge absperren, da Fassadenteile herunterfielen. „Insgesamt blieb es bei Sachschäden, es gab beim Sturm keine Verletzten“, so die Bilanz der Polizeisprecherin.

Hochwasser: Blick von der Wilhelm-Kaisen-Brücke am Neubau von Kühne+Nagel Richtung Schlachte.

Die Feuerwehr hatte in Bremen bis Montagnachmittag etwa 80 Einsätze zu stemmen, berichtete auf Nachfrage Sprecher Andreas Desczka. Heruntergefallene Äste, herumfliegende Absperrungen und lose Dachteile machten den Hauptteil der Arbeit aus. In Bremen-Nord stürzte ein Baum mit einem Umfang von einem Meter um – zum Glück, so Desczka, auf einen anderen Baum, nicht auf ein Haus. Im Osten richtete ein Baum mehr Schaden an: Er fiel in der Ellener Dorfstraße auf eine Garage. In beiden Fällen musste ein Kran zur Bergung eingesetzt werden.

Kampf gegen den Sturm „Sabine“ – hier in der Seestadt Bremerhaven.

In Bremerhaven wehte ein an der Fahrbahn abgestellter Kühlschrank über die Straße und beschädigte ein Auto, berichtete Polizeisprecher Ralf Spörhase. Außerdem fiel ein Baum auf eine Schallschutzwand und auf eine Oberleitung der Bundesbahn. Es kam zu einem Feuer, so der Sprecher.

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