Sexuelle Übergriffe zu Silvester: Verdächtiger in Bremen gefasst

Hamburg/Bremen - Im Zusammenhang mit den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht hat die Hamburger Polizei zwei weitere Verdächtige gefasst - einen davon in Bremen.

Beamte von Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt verhafteten am Donnerstag einen 21-Jährigen in einer Bremer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der Marokkaner sei durch umfangreiche technische und kriminaltaktische Ermittlungen überführt worden, ein Haftbefehl lag vor.

In einer Erstaufnahmeeinrichtung in Hamburg nahmen die Beamten einen 25-jährigen Iraner fest. Beide Männer stünden im Verdacht, aus einer Gruppe heraus eine 18-Jährige in Hamburg-St. Pauli sexuell genötigt zu haben. Nach dem Iraner sei auch mit Hilfe von „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ gefahndet worden. Nach Ausstrahlung der ZDF-Sendung am 10. Februar sei bei der Ermittlungsgruppe „Silvester“ der entscheidende Hinweis eingegangen. Die Ermittler durchsuchten am Donnerstag zwei Flüchtlingsunterkünfte in Hamburg, je eine in Seevetal bei Harburg und Bremen sowie eine Wohnung in Stade.

Bereits am Mittwoch waren zwei Wohnungen in Düsseldorf in Augenschein genommen worden. Die Beamten stellten fünf Handys sicher, die in der Silvesternacht gestohlen oder geraubt wurden. Wegen der Übergriffe auf St. Pauli und am Hamburger Jungfernstieg wurden nach Angaben der Polizei 243 Strafanzeigen gestellt. Die Polizei konnte bislang 21 mutmaßliche Täter ermitteln.
dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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