Linnert empfängt Patenklasse im Kleingarten

Die Senatorin und die „Kleine Hexe“

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Proviant für die Rückfahrt: Kinder aus der „Gazellenklasse“ pflücken im Hastedter Kleingarten von Bürgermeisterin Karoline Linnert Äpfel.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Gazellen auf Hastedter Parzelle“ – wenn diese Nachricht kommt, dann hat sie es wieder getan. Dann hat Bürgermeisterin und Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) in ihrem Hastedter Kleingarten wieder Kinder aus der „Gazellenklasse“ empfangen – denn schließlich ist sie ja Lesepatin der Mädchen und Jungen aus der Grundschule an der Andernacher Straße in Tenever.

Wenn es Mäuse, Frösche und Buttermilch vom Himmel regnet, ist beim Hexen eindeutig etwas schiefgegangen. Nein, die Finanzsenatorin ist nicht der Hexerei mächtig, wenn sie das wäre, hätte Bremen sicher längst keine Schulden mehr. Doch um eine Hexe ging es gleichwohl beim Besuch der „Gazellenklasse“ in Linnerts Garten. Die Senatorin hatte das Buch „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler (1923 bis 2013) zum Vorlesen ausgesucht.

Die Kinder hörten gebannt zu, wie die von Preußler erdachte Hexe ihre Probleme in den Griff bekommt und einem armen Mädchen hilft, hieß es anschließend. Und Linnert selbst erklärte: „Die Geschichte der ,Kleinen Hexe‘ hat mir schon meine Mutter vorgelesen – und ich fand es toll.“

Eine Maus sammelt Sonnenstrahlen

Die Drittklässler revanchierten sich bei ihrer Patin und lasen ihr alle gemeinsam die Geschichte von der Feldmaus „Frederick“ (von Leo Lionni) vor, die im Sommer Sonnenstrahlen, Farben und Wörter sammelt, statt wie die anderen Mäuse Nahrungsvorräte anzulegen. Im Winter freuen sich dann alle gerade über diese Dinge – Nahrung für die Seele. Bei ihrem nächsten Besuch in der Schule Andernacher Straße will Patin Linnert sich die von den Kindern gestalteten Poster zur „Frederick“-Geschichte ansehen.

Vor dem Lesen tobten die „Gazellen“ durch Linnerts Garten, spielten Verstecken und pflückten Obst. Das Plumpsklo wurde tüchtig bestaunt. Kommentar der Klassenlehrerin Elsie Benger-von Ahnen: „Das haben die Kinder noch nie gesehen, wir kommen aus den Hochhäusern.“ Zum Abschied gab es frisch gepflückte Äpfel aus Linnerts Garten.

Brunsen wird neuer Chef von „Bremen Eins“

Berthold Brunsen wird neuer Chef von „Bremen Eins“.

Wechsel bei „Bremen Eins“ – die Hörfunkwelle bekommt einen neuen Chef. Peter Welfers, der bisherige Programmleiter, geht Ende August in den Ruhestand. Zum 1. September übernimmt Berthold Brunsen die Aufgabe.

Brunsens Name war bisher eng mit „Bremen Vier“ verbunden. Er ist seit 1985 bei Radio Bremen und hat als Redakteur und Moderator „Bremen Vier“ mitgegründet und mit aufgebaut. 2002 wurde er Geschäftsführer der Radio-Bremen-Tochter „Asap“. Seit 2008 ist er Geschäftsführer der Radio-Bremen-Media und verantwortet die Werbevermarktung und das Programmmarketing der Anstalt.

Bekannt wurde er auch als Hälfte des Duos „Original Deutschmacher“ (die andere Hälfte: Arnd Zeigler). In Werders legendärem Double-Jahr (zur Erinnerung: 2004) brachten sie den mindestens ebenso legendären Song „Lebenslang grün-weiß“ heraus, auch die Stadionhymne „Das ,W‘ auf dem Trikot“ (1997) stammt von ihnen.

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