Senator legt endgültige Hafenbilanz vor

Umschlag sinkt um 6,2 Prozent

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Und wieder legt ein Containerschiff schwerbeladen von Bremerhaven aus ab.

Bremen - Die Bremischen Häfen haben 2015 mehr Umschlagsvolumen eingebüßt als erwartet. Der Seegüterumschlag schrumpfte von 78,2 Millionen Tonnen um 6,2 Prozent auf 73,4 Millionen Tonnen. Das geht aus der Bilanz vor, die Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) jetzt präsentierte. Mitte Dezember war ein Verlust von 4,8 Prozent prognostiziert worden. Günthner sprach seinerzeit von einer „stabilen Seitwärtsbewegung“. Bei der Vorlage der endgültigen Zahlen sagte er: „Die Bremischen Häfen haben sich in einer Zeit großer wirtschaftlicher Unsicherheiten vergleichsweise gut im harten Wettbewerb geschlagen.“

Wirtschaftliche und politische Krisen in diversen Industrie- und Schwellenländern haben laut Günthner das Geschäft an den Kajen erheblich belastet. Auch in diesem Jahr sei die Entwicklung in den europäischen Großhäfen mit Risiken verbunden, sagte der Senator. Als Beispiele nannte er die jüngsten, überdurchschnittlich starken Einbrüche im chinesischen Außenhandel und den niedrigen Ölpreis mit seiner destabilisierenden Wirkung auf die Wirtschaft der Schwellenländer.

Zu den Zahlen: Der Stückgutumschlag sank von 68 auf 63,2Millionen Tonnen – das macht ein Minus von 7,1 Prozent. Im Kerngeschäft der Zwillingshäfen, dem Containersegment, das nahezu vollständig auf Bremerhaven konzentriert ist, gab es Einbußen von 4,3Prozent. Der Umschlag fiel von 5,8 auf 5,5 Millionen Standardcontainer (TEU). Der Massengutumschlag, der zum weitaus größten Teil in den stadtbremischen Häfen abgewickelt wird, behauptete sich gegen den Trend und legte um 0,5 Prozent auf 10,3 Millionen Tonnen zu. Beim Fahrzeugumschlag hat Bremerhaven laut Günthner seine führende internationale Stellung untermauert. 2015wurden an der Weser 2254938 Automobile umgeschlagen. Damit verpasste der Standort das Spitzenergebnis von 2014 (2269512) nur knapp. Der Rückgang lag damit bei 0,6 Prozent.

Die Zahl der Handelsschiffe, die an den Kajen abgefertigt wurden, ging von 7379 um 1,8 Prozent auf 7244 zurück. Gestiegen ist die Anzahl der Containerzüge – 1,1 Millionen TEU wurden auf der Schiene von und nach Bremerhaven transportiert. Der Seehafen verzeichneten 29500 Ein- und Ausgangszüge. 55 Prozent der Waggons transportierten Container, 42 Prozent Autos, drei Prozent sonstige Güter.

je

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