50 Millionen Euro

Jacobs-Uni: Bremer Senat gibt grünes Licht für Schweizer Investor

Ein  Verwaltungsgebäude der Jacobs-Universität.
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50 Millionen Euro will die Schweizer Hochschule SIT in die Jacobs-Uni im Bremer Norden investieren.

Die Zukunft der Jacobs-Uni scheint gesichert. Der Senat hat grünes Licht für den Einstieg eines Schweizer Instituts gegeben. Das will 50 Millionen Euro investieren.

Bremen – Jetzt ist der Deal in trocken Tüchern: Der Bremer Senat hat am Dienstag der Übernahme der privaten Jacobs-Universitäten in Grohn durch die Schweizer Hochschule und Wissenschaftseinrichtung „Schaffhausen Institute of Technology – SIT“ um den international tätigen IT-Unternehmer und Wissenschaftler Dr. Serguei Beloussov zugestimmt.

Beloussov und sein Schweizer Institut wollen die Jacobs- Universität weiter entwickeln und zusätzliche Studiengänge aufbauen, sagte Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling (SPD). Vor allem in den Bereichen „Künstliche Intelligenz“ und „Quantum Computing“, also der Weiterentwicklung der klassischen Computertechnologie, plane der IT-Unternehmer einen schrittweisen Ausbau des bestehenden Angebotes der Universität für Studenten aus aller Welt. Schilling weiter: „Beloussovs Konzept hat uns überzeugt.“

Der Plan des Investors sieht eine Steigerung der Studentenzahl vor, um eine stabile wirtschaftliche Basis der Jacobs-Uni aufzubauen. Bis zu 4 500 junge Menschen sollen immatrikuliert sein, rund ein Drittel dann auf dem Campus studieren, der große Rest digital oder hybrid. Der Unternehmer will bis zu 50 Millionen Euro für die geplante Weiterentwicklung der privaten Hochschule investieren. 25 Millionen Euro sollen in den nächsten zwei Jahren in den Bremer Norden fließen.

Uni-Spitze sieht Perspektive für die Zukunft

„Die wissenschaftliche Erfolgsgeschichte wird mit dem Einstieg des Investors fortgeschrieben“, sagte Schilling. Für die beiden Geschäftsführenden der Privatuni, Andrea Herzig-Erler und Professor Dr. Thomas auf der Heyde, ist der Senatsbeschluss über den Einstieg des Investors eine gute Nachricht. Die getroffenen Vereinbarungen, dem SIT als neuen Mehrheitsgesellschafter sowie mit den weiteren Gesellschaftern gäben der Uni und ihren mehr als 420  Mitarbeiter aus Forschung, Lehre und Verwaltung „eine gemeinsame Perspektive für eine langfristige Gestaltung ihrer Zukunft“.

Die Privatuni wurde 2001 von der Freien Hansestadt Bremen, der Universität Bremen und der Rice University aus Houston (Texas) als „International University Bremen“ (IUB) gegründet. 2006 stieg die Jacobs-Stiftung des Kaffeekaufmanns Klaus Jacobs mit 200 Millionen Euro ein. Aus der IUB wurde die Jacobs University Bremen.

Schließung ist vom Tisch

Im Sommer 2020 kündigte die Jacobs-Stiftung den Rückzug von der Finanzierung der defizitären Hochschule an. Die Schließung drohte. Der im November 2020 angekündigte Einstieg eines deutsch-chinesisches Konsortium führender Software-Hersteller zerschlug sich. Es begann eine neue Investorensuche, die jetzt beendet ist.

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