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Sieling: „In Bremen kreisen die Baukräne“

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Ein Großprojekt mit einem Volumen von 200 Millionen Euro: In Habenhausen entsteht die „Garstenstadt Werdersee“ mit 590 Wohneinheiten. Das Bild stammt vom Baggerstich im November 2017 – mit Bausenator Joachim Lohse an den Steuerknüppeln. - Foto: Esser
Ein Großprojekt mit einem Volumen von 200 Millionen Euro: In Habenhausen entsteht die „Garstenstadt Werdersee“ mit 590 Wohneinheiten. Das Bild stammt vom Baggerstich im November 2017 – mit Bausenator Joachim Lohse an den Steuerknüppeln. © Esser

Bremen - Von Jörg Esser. Die Überseestadt wächst immer noch in alle Richtungen, Großprojekte wie die „Gartenstadt Werdersee“ in Habenhausen mit geplanten 590 Wohneinheiten sind auf den Weg gebracht, das Kellogg-Areal ist verkauft und wird beplant, das Neue Hulsberg-Quartier sowie das Rennbahngelände in der Vahr sind zumindest feste theoretische Größen und mit dem Gelände der ehemaligen Tabakfabrik Brinkmann in Woltmershausen rückt ein neues Gebiet in den Fokus der Wohnungswirtschaft.

„In Bremen kreisen die Baukräne“, sagt Carsten Sieling (SPD). Der Bürgermeister und Bausenator Joachim Lohse (Grüne) jedenfalls sehen den Bremer Wohnungsmarkt auf einem sehr guten Weg. Und geben sich dafür gute Noten.

„Der Senat hat entscheidende Weichen gestellt, um den Wohnungsmarkt anzukurbeln“, sagte Sieling am Donnerstag vor Journalisten im Rathaus. 160  Millionen Euro sind seit 2013 in drei Wohnraumförderprogrammen geflossen. Ein viertes Programm mit weiteren 40 Millionen Euro soll Mitte des Jahres verabschiedet werden.

Zahlen belegen laut Sieling den Erfolg des Konzepts und stehen für „einen rasanten Aufholprozess“. So seien im vergangenen Jahr Genehmigungen für den Bau von 2486  Wohnungen erteilt worden und damit dreimal so viele wie 2010. Die Zahl der Baufertigstellungen hat sich laut Statistischem Landesamt von 2013 (880 Wohnungen) bis 2016 (1 618) nahezu verdoppelt. Weiteren Angaben zufolge legte die Bautätigkeit im kleinsten Bundesland 2017 um 29,1 Prozent zu.

25-Prozent-Klausel für Sozialwohnungen

Vor fünf Jahren hat Bremen zudem eine 25-Prozent-Klausel für Sozialwohnungen beschlossen, die immer dann greift, wenn ein Bebauungsplan geändert oder städtischer Grund verkauft wird. Das Ergebnis: Der Bestand an Sozialwohnungen, der 2015 mit 8276 einen Tiefstand erreicht hatte, steigt wieder leicht an – für das Jahr 2020 werden 8600 anvisiert. „Der Negativtrend ist gestoppt, der Turnaround ist geschafft“, sagte Lohse. Seit Start der Förderprogramme seien bisher 453 Sozialwohnungen entstanden und für weitere 1422 die Förderung angemeldet worden. Zusätzlich seien knapp 1000 Sozialwohnungen in den Bauplanungen vornotiert, so der Senator.

Bremen will den Weg fortsetzen und bezahlbaren Wohnraum schaffen. „Wir wollen mehr machen, müssen mehr machen und werden mehr machen“, sagt der Bürgermeister. „Die Mieten dürfen nicht durch die Decke fliegen.“ Lohse ergänzte: „Wir wollen den Wohnungsmarkt stimulieren und stabilisieren.“

Förderung für 266 Projekte

Dazu wurde zudem ein Förderprogramm beschlossen, dass den Kauf von Wohnungseigentum in Gebieten mit besonderem Entwicklungspotenzial mit 15.000 Euro unterstützt. Voraussetzung: Die Häuser dürfen nicht teurer als 330.000 Euro sein. Das Programm bezieht sich auf Blumenthal, Gröpelingen, Grohn, Hemelingen, Kattenturm, Lindenhof, Lüssum-Bockhorn, Neue Vahr-Nord, Ohlenhof, Oslebshausen und Tenever.

Im Topf sind laut Lohse in den nächsten beiden Jahren zwei Millionen Euro. „Das reicht für 266 Projekte.“

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