Seglerinnen legen neuen DGzRS-Seenotrettungskreuzer „Berlin“ auf Kiel

Hilfe aus der Hauptstadt

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Im Beisein von „Berlin“-Vormann Michael Müller (v.l.) legen die beiden Seglerinnen Marlene Steinherr und Annika Bochmann auf der Fassmer-Werft symbolisch eine Berlin-Gedenkmedaille in den Alurohbau des neuen Seenotkreuzers „Berlin“.

Bremen - Mit der Unterstützung olympischer Prominenz hat gestern die Kiellegung des neuen Seenotrettungskreuzers „Berlin“ stattgefunden. Das neue Schiff der 28-Meter-Klasse soll nach Fertigstellung an der Kieler Förde stationiert werden.

Bei der traditionellen Schiffbauzeremonie auf der der Fassmer-Werft in Berne wurde eine Gedenkmedaille des Landes Berlin in die ersten Rumpfteile eingelegt. Das übernahmen Steuerfrau Annika Bochmann und Vorschoterin Marlene Steinherr Die Sportlerinnen in der olympischen Segelklasse der 470er Boote nehmen derzeit an den Qualifikationsregatten für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro teil.

Für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit Sitz in Bremen ist die „Berlin“ der zweite Seenotrettungskreuzer der 28-Meter-Klasse. Von Laboe an der Kieler Förde aus soll das Schiff, das nach seiner Ablieferung zum Jahreswechsel 2016/2017 den Namen seines Vorgängers übernimmt, in See stechen. Damit würdigt die DGzRS die Verbundenheit der Berliner zu den Seenotrettern. Tatkräftige Unterstützung aus Berlin gab es bereits zur Kiellegung im Betriebsteil Bardenfleth der Fassmer-Werft.

Die beiden Seglerinnen kommen aus dem Berliner Verein „Seglerhaus am Wannsee 1867“ und legten, einer Tradition folgend, eine Gedenkmedaille des Landes Berlin in den Neubau ein.

Steuerfrau Annika Bochmann und Vorschoterin Marlene Steinherr wünschten so Schiffbauern und Seenotrettern Sicherheit, Glück und Gesundheit.

„Schon als Kinder sind wir mit unseren Eltern gesegelt und haben uns immer sehr sicher gefühlt, wenn wir die Seenotretter gesehen haben“, sagte Annika Bochmann. Und Marlene Steinherr ergänzte: „Auch heute ist es ein gutes Gefühl, wenn wir auf der Kieler Förde trainieren und die ,Berlin‘ sehen.“

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hatte kürzlich bei einem Besuch in Bremen die Gedenkmedaille an seinen Namensvetter Michael Müller, Vormann der „Berlin“, übergeben. Er sagte die Patenschaft seines Landes für den Laboer Seenotrettungskreuzer zu: „Ich freue mich, dass die Hauptstadt ihre patenschaftliche Verbundenheit und ihren Respekt vor der Arbeit und dem Engagement zum Ausdruck bringen kann.“

Der Vormann zeigte den Seglerinnen bei der Kiellegung den richtigen Platz für die Medaille: Während früher ein Geldstück unter dem Kiel lag und während der Bauzeit plattgedrückt wurde, findet bei heutiger Bauweise „kieloben“ die Gedenkmedaille am Hauptspant nahe dem Maschinenraum-Frontschott Platz.

Den Namen einer neuen Rettungseinheit geben die Seenotretter traditionell erst bei der Taufe bekannt. Diesmal machten sie eine Ausnahme: „Wir wünschen uns möglichst breite Unterstützung der Bevölkerung, insbesondere aus Berlin, um den Neubau zu finanzieren“, sagte Michael Schroiff, stellvertretender DGzRS-Vorsitzer. Die „Berlin“ wird ausschließlich durch Spenden finanziert.

Mehr als 13000 Berliner unterstützen den Angaben zufolge die Seenotretter mit regelmäßigen Spenden. Zusätzlich haben rund 400 Sammelschiffchen ihren „Liegeplatz“ in der Bundeshauptstadt.

sk/dpa

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