Lungenentzündung überstanden

Bremerhavener Seehund-Findling ist ein Weibchen!

Nun ist alles klar: „Die Menschen haben bemerkt, dass ich ein Weibchen bin“, so Seehund-Findling „Pieta“ aus Bremerhaven zufrieden.
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Nun ist alles klar: „Die Menschen haben bemerkt, dass ich ein Weibchen bin“, so Seehund-Findling „Pieta“ aus Bremerhaven zufrieden.

Bremerhaven – Es ist ein Mädchen! Und das ist durchaus eine Überraschung, denn das war zunächst nicht bekannt gewesen. Doch die Polizei, die bekommt alles heraus – zumindest in Bremerhaven. Aber der Reihe nach.

Ende Oktober hatte eine Passantin an einer Uferböschung in der Seestadt einen kleinen Seehund entdeckt – hilflos und vollkommen erschöpft (das Jungtier, nicht die Passantin). Streifenpolizisten brachten das Tier in Sicherheit und gaben es an der Seehundstation in Norddeich ab.

Am felsigen Einsatzort wurde der kleine Seehund spontan auf den Namen „Piet“ getauft. Die Beamten leiteten diese Wahl vom griechischen Ursprung des Namens ab, von „Petros“, was für Stein und Fels steht. „Der kleine ,Piet‘, der in den Streifenpolizisten möglicherweise seinen Fels in der Brandung sah, wird hoffentlich schnell wieder zu Kräften kommen und in die freie Wildbahn zurückkehren können“, so der Bremerhavener Polizeisprecher Michael Rißmüller damals.

Gender-Überraschung in der Seestadt

So weit, so schön. Nun aber folgte noch eine echte Gender-Überraschung, wie die Bremerhavener Polizei von der Seehundstation Norddeich erfuhr: „Piet“ ist ein Weibchen! Was tun? Nun, da reagierten die Einsatzkräfte schnell und pragmatisch. „Piet“ heißt jetzt einfach „Pieta“ (nicht zu verwechseln mit der Pietà, der Darstellung der Schmerzensmutter in der bildenden Kunst).

Und es gab noch mehr Neuigkeiten von der Seehundstation. „Pieta“ gehe es mittlerweile „sehr gut“, hieß es etwa. Und weiter: „Sie frisst ordentlich und hat schon einiges an Gewicht zugenommen. Ihre Lungenentzündung hat sie gut überstanden, und sie wird in den nächsten Tagen eines der großen Becken beziehen.“

Ruhe braucht sie auch noch, doch die Aussichten sind ausgesprochen gut. Noch einmal die Seehundstation: „Eine Weile wird es sicher noch dauern, bis wir sie wieder zurück in die Nordsee entlassen können, aber wir sind sehr zuversichtlich bei ihr.“ Die Ortspolizeibehörde Bremerhaven schickte einen offiziellen (und hocherfreuten) Dank nach Norddeich. Und Rißmüller bilanzierte: „Viel zu selten ergeben sich für Polizisten Augenblicke, in denen ausschließlich zufriedene Gesichter nach Einsatzende zu verzeichnen sind.“

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