Vermutlich altersbedingte Leberveränderung

Seebärbulle „Becks“ ist tot

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„Becks“ ist Mitte Oktober gestorben.

Bremerhaven - Für die Mitarbeiter des Zoos am Meer kam es überraschend: Ihr südafrikanischer Zwergseebärbulle „Becks“ ist gestorben.  

Wie Zoodirektorin Heike Kück am Dienstag mitteilt, starb das Tier bereits am 16. Oktober, nachdem es drei Tage zuvor aufgehört hatte zu essen. „Dieses Verhalten ist oft typisch für Wildtiere. Man sieht ihnen selten an, dass sie bereits schwer krank sind“, erklärt die Direktorin. 

„Becks“ wurde am 24. Mai 1998 im Zoo am Meer geboren. Seine Eltern waren Paul und Krümmel. Nach dem Tod seines Vaters Paul wurde er schnell zum Haremsführer auserkoren, da er intelligent und gelehrig war. Die Pfleger konnten gut mit ihm umgehen, was für ein Meeresraubtier nicht selbstverständlich ist. 

Das Höchstalter in Menschenobhut liegt bei dieser Art bei etwa 21 Jahren. „‚Becks‘ war daher mit jetzt 18 Jahren schon ein älteres Tier“, sagt Kück. Trotzdem sei die Nachricht plötzlich gekommen und der Bulle werde allen fehlen. 

„Becks“ beim Training. 

Es machte dem Seebären Spaß, während des Tiertrainings gefordert zu werden. Dabei gelang es den Pflegerinnen ihn so zu trainieren, dass er Teile, die ins Wasser gefallen waren, zurückbrachte. Brillen, Handys, Schnuller oder sogar ein Bobby-Car waren dabei. Das medizinische Pflegetraining absolvierte er vorbildlich, so dass tiermedizinische Untersuchungen und Behandlungen ohne Narkose möglich waren. Becks war ein stattlicher Bulle, der vier Jungtiere zeugte.

Zur Klärung der Todesursache wurde der Kadaver in die Pathologie der Tierärtzlichen Hochschule Hannover gebracht. Die ersten Hauptbefunde deuten auf eine vermutlich altersbedingte Leberveränderung mit nachfolgendem tödlichen Stoffwechselgeschehen hin, berichtet die Zoodirektorin. 

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