Sturm: Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz

„Sebastian“ bremst den Zugverkehr aus

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An der Schlachte rupfte „Sebastian“ die Bäume. Äste und Zweige flogen umher und trafen auf gelbe Säcke. 

Bremen - „Sebastian“ ist am Mittwoch mit gewaltiger Kraft und Geschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde über Bremen hinweggefegt. Das Sturmtief hat diverse Bäume entwurzelt und umgerissen.

Bäume stürzten auf Straßen, Autos, Gleise und Gebäude. Straßen wurden gesperrt, unter anderem der Osterdeich, die Lothringer Straße, die Schwachhauser Heerstraße stadteinwärts, wo in Höhe Hollerallee eine 28 Jahre alte Radfahrerin von einem umfallenden Baum erfasst wurde. Auch die Dechanatstraße wurde wegen der aufgestellten Baugerüste komplett gesperrt. „Die Frau hatte einen Schutzengel und verletzte sich nur leicht“, sagte Polizeisprecher Nils Matthiesen. Sie sei vor Ort von Rettungssanitätern behandelt worden und habe anschließend ihren Weg ohne das kaputte Fahrrad fortsetzen können. Busse und Bahnen wurden umgeleitet und fuhren zum Teil mit erheblichen Verspätungen. 

Die Straßenbahnlinie 6 endeten zeitweilig an der Kulenkampffallee, da die Strecke in Höhe Joseph-Haydn-Straße unterbrochen war, die Straßenbahnlinie 4 in Huckelriede. Die Folge: Verspätungen und Staus durch Aufräumarbeiten. Der Zugverkehr auf allen Strecken von und nach Bremen wurde am Nachmittag eingestellt. Laut Durchsagen am Bremer Hauptbahnhof wurde der Bahnverkehr auch in den Abendstunden nicht wieder aufgenommen. Die Fernzüge ins Ruhrgebiet wurden über Hannover umgeleitet, die Nordwestbahn stellte den Betrieb der Regio-S-Bahnen unter anderem zwischen Farge und Verden ein. Die Bahnstrecke von Bremen nach Hamburg wurde laut Metronom ebenfalls aufgrund eines umgestürzten Baumes auf der Oberleitung gesperrt. 

100 Unwettereinsätze zwischen 12 und 16 Uhr

„Die Einsätze kommen im Minutentakt rein“, sagte am frühen Nachmittag ein Polizeisprecher. Die Martinshörner sorgten für Dauerbeschallung. Der Polizeisprecher berichtete von umherfliegenden Teilen von Baugerüsten, herabgefallenen Dachziegeln sowie zahlreichen Ästen, die auf Straßen und Autos krachten. Wahlplakate, Verkehrsschilder, gelbe Säcke und leere Mülltonnen wurden zu Flugobjekten. In Hemelingen drohte ein Veranstaltungszelt wegzuwehen und musste gesichert werden. Allein in der Zeit von 12 bis 16 Uhr registrierte die Polizei rund 100 „Unwettereinsätze“ Die Feuerwehr hatte bis 18 Uhr 220 Einsätze abzuarbeiten. Alle sechs Berufsfeuerwachen, alle 19 Freiwilligen Feuerwehren, Einsatzkräfte der Feuerwehrschule sowie alle vier Ortsverbände des Technischen Hilfswerks (THW) waren im Einsatz, hieß es. Es seien keine schweren Personenschäden zu verzeichnen, sagte ein Feuerwehrsprecher. je

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