Schwitzen bis der Arzt kommt: 150 Teilnehmer spornen sich bei „Herzolympiade“ zu Höchstleistungen an

Den inneren Schweinehund besiegen

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Bis an die Grenzen gehen: Das Team der SWB (früher: Stadtwerke) gibt alles.

Bremen - Von Steffen Koller. 35 Teams, neun Stationen, Spannung bis zum Schluss. Bei der gestrigen „Herzolympiade“ spornten sich mehr als 150 Teilnehmer in der Überseestadt zu sportlichen Höchstleistungen an – und taten nebenbei Gutes für ihren Körper und vor allem für das Herz. Die Motivation zur Teilnahme war dabei ganz unterschiedlich.

Wie buntgekleidete Ameisen wuseln die Frauen und Männer über die Kunstrasenfläche. Dehnübungen, linkes Bein heben, rechtes Bein heben und Hampelmann – fertig ist das Aufwärmprogramm. Was in den folgenden Stunden auf die Teilnehmer zukommt, fordert sie sportlich heraus. Neben rein gesundheitlichen Gesichtspunkten gilt es außerdem, das SWB-Siegerteam aus dem Vorjahr zu schlagen. Und das will den harterkämpfen Titel natürlich verteidigen. Die „Herzolympiade“, die im Rahmen der vierten „Bremer Herztage“ ausgetragen wird, soll als Team zusammenschweißen und fitmachen. Fit gegen die Volkskrankheit Nummer eins: Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Jährlich sterben fast 100 000 Menschen an den Folgen von irreparablen Schäden des Herzens. Grund genug, den inneren Schweinehund zu besiegen. Damit das klappt, wird kräftig angefeuert. „Los! Zieh durch!“, rufen die Teilnehmer ihren Kollegen zu, es geht um was, das merkt man. Keiner will sich hier die Blöße geben, keiner will vorzeitig das Handtuch werfen. Doch warum tun sich die Teilnehmer das an? Okay, das Wetter lädt nicht zum gemütlichen Spaziergang ein, es nieselt und ist kalt. Ist es der eine Tag arbeitsfrei, sind es die knackigen Körper? „Die Motivation ist in erster Linie, den Teamgeist zu stärken“, sagen Olaf (47) und Benjamin (36), während sich ihre Kollegen gerade im Sackhüpfen ausprobieren. Ganz anders gehen Lydia (28) und Mandy (29) an die Sache. Beide sind sich sicher, dass Bewegung und Sport zu einem gesunden Leben gehören. „Wir lieben Sport!“, sagen sie. „Und wenn Du das gemeinsam machen kannst, umso besser“, so die beiden, die gerade den Laufparcours hinter sich gebracht haben.

Dazu rät auch Annika Hohorst von der Stiftung „Bremer Herzen“. „Sport stärkt das Herz, die Pumpfunktion wird stark verbessert.“ Das sei ein entscheidender Faktor, um auch im hohen Alter fitzubleiben. Und: „Rauchen ist das Schlimmste, was man seinem Herzen antun kann“, so Hohorst.

Allerlei Infos und praktische Tipps in Sachen Herz gibt es heute, Sonnabend, ab 10 Uhr, beim Aktionstag „Bremen zeigt Herz“ im Schütting (Marktplatz).

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