Ein schwimmendes Museum

„El Galeón“ kommt zum Seestadtfest vom 24. bis 27. Mai nach Bremerhaven

Die „El Galeón“ ist die Replik einer spanischen Galeere aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. - Foto: Fundación Nao Victoria

Bremerhaven - Legendäre Windjammer nehmen wieder Kurs auf Bremerhaven. Zum Seestadtfest vom 24. bis 27. Mai wird die „Alexander von Humboldt II“ (Alex 2) als Flaggschiff erwartet. Neben der „grünen Lady“ steuert ein schwimmendes Museum aus Spanien die Seestadt an: die „El Galeón“.

Es ist die dritte Auflage des maritimen Volksfests, das offiziell „Seestadtfest – Landgang Bremerhaven“ heißt. Neben den Windjammern werden auch „moderne Segelschiffe und spannende Motorschiffe“ erwartet, sagen die Veranstalter von „Erlebnis Bremerhaven“. Auch ein Dampfschiff-Oldie ist angemeldet. Mit dem viertägigen und vielseitigem Programm wird den „Seh-Leuten“ die Wartezeit auf ein ganz großes Windjammerspektakel an den Kajen und in den Häfen der Seestadt verkürzt: Die nächste „Sail“ beginnt am 19.  August 2020. Fünf Tage lang (bis zum 23. August) machen dann 250 Schiffe aus aller Welt in Bremerhaven fest. 1,2  Millionen Besucher werden erwartet. Und die Einlaufparade zur „Sail 2020“ soll von der „Alex  2“ angeführt werden.

So weit, so fern. Zurück in die nahe Zukunft. Die Dreimastbark mit den 24 grünen Segeln, die derzeit vor den Kanaren umherschippert, soll bereits am 20. April im Heimathafen vor Anker gehen. Ein kurzer Werftaufenthalt ist vor dem Seestadtfest geplant. Nach dem „Landgang“ klappert das Schiff der Deutschen Stiftung Sail Training (DSST) heimische Gewässer ab. Das Hamburger Hafenfest wird angesteuert, Törns in Nordsee und Ostsee sind geplant.

Die „Alex 2“ kehrt im Mai in die Heimat zurück. Sie ist das Flaggschiff des Seestadtfests. - Foto: Alex-2.de

Die „Alex 2“ ist bekanntlich im Mai 2011 in Bremerhaven vom Stapel gelaufen. Die „El  Galeón“ ist nur wenig älter, obwohl der 48 Meter lange Dreimaster uralt und der Piratenzeit entsprungen zu sein scheint. Das Schiff ist die Replik einer Galeere, wie sie unter der spanischen Krone vom 16. bis 18. Jahrhundert als Handelsschiff übers Mittelmeer gesegelt ist, Baujahr: 2009.

Seit 50 Jahren hat das Motorschiff „Wangerooge“ Wasser unter dem Kiel. Es wird von der Bundesmarine als ziviles Trossschiff bei der Ausbildung von Flugpiloten eingesetzt. „Rund 20 Schiffe können im Hafen besichtigt werden“, so die Veranstalter. Dazu zählen auch die Nordische Jagt „Grönland“, die Brigg „Mercedes“, der Hochseekutter „Astarte“, der Dampfeisbrecher „Wal“ sowie die „Kieler Hansekogge“ und die Bremerhavener Kogge „Ubena von Bremen“.

Halbtags-Törns ermöglichen es den Seestadtfest-Besuchern, das Treiben von der Wasserseite aus zu beobachten – zum Beispiel mit dem Dreimast-Gaffelschoner „Albert Johannes“.

Auch an Land ist ordentlich was los. Feuerwehrleute messen sich bei der „Firefighter Combat Challenge“. Ein buntes Musikprogramm auf zwei Bühnen sowie zahlreiche Marktbuden entlang der Kajen am Neuen Hafen und Alten Hafen sorgen zudem für Feststimmung. Für Sonnabendabend ist ein spektakuläres Höhenfeuerwerk über der Weser geplant. 

je

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