Schwedinnen zum Luciafest im Schnoor

Licht und Gesang

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Schwedische Tradition – in Bremen gepflegt. Von links gesehen: Petra Umaerus, Malin Karlsson, Jennie Lindh, Elin Thelberg und Anna-Karin Hedm beim Luciasingen im Birgittenkloster im Schnoor. Seit 15 Jahren organisiert Birgitta Wohlbrück das Luciasingen an der Weser.

Von Thomas Kuzaj. Advent: Der Brauch kommt aus Schweden – wie die Heilige Birgitta, nach der das Birgittenkloster im Schnoor benannt ist. Denn die Heilige Birgitta von Schweden hat den Orden gegründet.

Advent: Der Brauch kommt aus Schweden – wie die Heilige Birgitta, nach der das Birgittenkloster im Schnoor benannt ist. Denn die Heilige Birgitta von Schweden hat den Orden gegründet.

Um welchen Brauch es geht? Um das traditionelle Luciasingen. Petra Umaerus, Malin Karlsson, Jennie Lindh, Elin Thelberg und Anna-Karin Hedm aus Schweden kamen dieser Tage zum – erraten! – Luciasingen in den Schnoor.

„Gekleidet in den traditionellen langen weißen Gewändern mit roten Gürteln, brennende Kerzen in der Hand und grüne Buchsbaumkränze im Haar, waren die jungen Schwedinnen aus Umea zu Gast bei den Birgittenschwestern“, berichtet Katholiken-Sprecherin Martina Höhns.

Die Besucherinnen sangen schwedische, deutsche und englische Weihnachtslieder – begleitet von Jan Svensson an der Gitarre. Höhns weiter: „Organisiert wird das Luciasingen in Bremen seit 15 Jahren von Birgitta Wohlbrück, einer ‚Schwedin in Bremen‘, wie sie sich auf ihrer Visitenkarte selbst bezeichnet.“

Der Name Lucia bedeutet „die Leuchtende“. Höhns: „Lucia wird in der katholischen Kirche als Heilige verehrt. Sie wurde 286 vermutlich auf Sizilien geboren. Eine Krone mit Kerzen soll Lucia auf dem Kopf getragen haben, um im Dunkeln die Hände frei zu haben, damit sie Lebensmittel für die Armen verteilen konnte.“ Bis zur Kalenderreform 1582 – in Schweden sogar bis 1752 – fiel das Fest der heiligen Lucia auf die Wintersonnenwende. Über viele Jahrhunderte wurde der Luciatag also am kürzesten Tag und in der dunkelsten Nacht des Jahres gefeiert.

Verkehr: Per Anhalter fahren? Nun, nicht gerade ratsam, heißt es oft. Was aber wiederum nicht heißt, dass es keine Anhalter mehr gibt. Früher sah man sie bisweilen mit Pappschildern am Straßenrand, auf denen der gewünschte Zielort angegeben war. Und heute? Heute sieht man sie auch noch, so zum Beispiel jüngst an der Borgfelder Heerstraße. Nur selbstgemalte Pappschilder sind nicht mehr zu sehen. Der moderne Anhalter hält den Autofahrern ein Tablet entgegen. Aufschrift in diesem Fall: „Hauptbahnhof“.

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