Arbeiten beginnen / Baukosten: 3,7 Millionen Euro

Bremerhavener Seedeich: Der Schutzwall wird breiter

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Schutz vor zukünftigen Sturmfluten: Nachdem Weserdeich (Foto) und Lohmanndeich verstärkt worden sind, folgt jetzt ein etwa 460 Meter langer Deichabschnitt vor dem Bremerhavener Fischereihafen.

Bremerhaven - Bremerhaven wird Schritt für Schritt auf die Sturmfluten der Zukunft vorbereitet: Nach den vor einigen Jahren fertiggestellten innenstadtnahen Bereichen Lohmanndeich und Weserdeich nehmen sich die Arbeiter jetzt den Seedeich vor.

So heißt der Deichabschnitt, der den Fischereihafen und damit den gesamten Süden der Stadt vor den Fluten schützt. „Die Deichbauer werden in wenigen Tagen loslegen“, sagte Bremenports-Geschäftsführer Robert Howe. Beim ersten Bauabschnitt, der jetzt in Angriff genommen wird, handelt es sich um ein etwa 460 Meter langes Teilstück im Süden des Seedeichs. „Dieser Teil der Bremerhavener Deiche muss nicht erhöht werden“, sagte Howe. „Es reicht hier völlig aus, die Flanke des Deichs an der Wasserseite zu verstärken.“

Dafür muss das Profil des Schutzwalls gestreckt werden: Der neue Seedeich wird zwischen Deichkrone und Deichfuß etwa 42 Meter breit und damit acht Meter breiter sein als bislang.

In den nächsten Monaten lassen die Planer von Bremenports an der Wasserseite des Deichs knapp 26.500 Kubikmeter Kleiboden einbauen. Der größte Teil dieses Materials stammt aus einem Kleilager, das die Hafengesellschaft auf der Luneplate eingerichtet hat. „Etwa 7000 Kubikmeter Sand aus Gruben im Umland und etwa 8000 Kubikmeter Steine werden ebenfalls verarbeitet“, heißt es weiter.

70 Prozent bezahlt der Bund, der Rest das Land

Nach Howes Angaben ist das Projekt mit Baukosten von rund 3,7 Millionen Euro verbunden. 70 Prozent werden vom Bund übernommen, den Rest finanziert das Land Bremen.

Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für das dritte Quartal 2017 geplant. Viel Zeit bleibt nicht, weil die Trecker-Dumper, Radlader und Hydraulikbagger ihre Arbeit von Anfang Oktober bis Ende April einstellen müssen. „Eingriffe in den Deichkörper sind während der Sturmflutmonate nicht erlaubt“, sagt Howe.

Während der Arbeiten wird der Deich im Bereich der Baustelle für die Öffentlichkeit gesperrt. Verkehrsbehinderungen auf der Straße Am Seedeich erwartet man bei Bremenports nicht. Die Höchstgeschwindigkeit im Baustellenbereich wird auf 30 Kilometer pro Stunde verringert. Verunreinigungen der Durchgangsstraße sind nicht auszuschließen, sagen die Hafenplaner.

je

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