Schulalltag und Jugendkultur

60er-Jahre-Ausstellung: Museum sucht Exponate

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Ohne Matrizen (und den für sie typischen Geruch) war der Unterricht in den 60er und 70er Jahren undenkbar.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Matrizendrucker, Flugblätter, Beatmusik – bewegt war der Jugendalltag in den wilden 60ern. Schule und Alltag, Rebellion und neue Zeiten – da änderte sich vieles. Ein Thema, mit dem sich jetzt auch das Bremer Schulmuseum (Auf der Hohwisch 61–63, Hastedt) beschäftigt.

„In seinem neuen Dokumentations- und Ausstellungsprojekt ,Trau keinem über 30! Schule und Jugendkultur 1960 bis 1975‘ widmet sich das Schulmuseum einem Zeitraum gesellschaftlichen Wertewandels in der Bundesrepublik Deutschland und besonders in Bremen“, so Leiterin Frauke Hellwig. Die 60er Jahre sollen dabei aus der Perspektive von Jugendlichen dargestellt werden. Damit bette das Schulmuseum – wie auch bei früheren Ausstellungsprojekten – die Schulgeschichte in einen Kontext ein und erzähle von Schülern und ihren Alltagserlebnissen in der Schule, zu Hause und in der Freizeit.

Mit der für Juni 2018 geplanten Ausstellung soll auch ein Generationendialog in Gang gebracht werden. Es gehe um den „demokratischen Aufbruch“ der 60er und 70er und die Frage nach dessen Bedeutung für die Gegenwart, heißt es.

Schulabschluss an einer Bremer Mittelschule 1964. 

Hellwig: „Damit dies gelingen kann, sollen Menschen aus verschiedenen Generationen in die Ausstellungsentwicklung einbezogen werden. So soll neben Zeitzeugen auch die Enkel-Generation zu Wort kommen.“

Zudem sucht das Schulmuseum noch Exponate – Fotos und Objekte aus Schulalltag und Jugendkultur. Federmäppchen (gern auch mit authentischen Kritzeleien verziert), „Bravo“-Hefte, Erinnerungsstücke von Beat-Konzerten, alles „vom Blümchenschlips über den Minirock bis zum ausgefallenen bunten Hemd, das man trug, weil Mitglieder diverser Musikbands einen neuen Bekleidungsstil vormachten“, sagt Hellwig.

Wer dem Schulmuseum etwas spenden oder leihen möchte, kann sich per E-Mail unter schulmuseum@bildung.bremen.de melden, so die Leiterin weiter.

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