Im Beisein seines Rechtsanwaltes

Schüsse in Oslebshausen: Verdächtiger stellt sich der Polizei

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Der mutmaßliche Todesschütze aus dem Supermarkt in Oslebshausen hat sich am Sonntagnachmittag der Polizei gestellt. Gegen 15.15 Uhr erschien er mit seinem Rechtsanwalt auf dem Polizeirevier in der Innenstadt, sagte Polizeisprecher Stephan Alken am Abend.

Spezialeinsatzkräfte nahmen ihn noch im Revier fest und vollstreckten den Haftbefehl wegen Mordes, der seit Freitag vorlag. Nun sitzt er in Untersuchungshaft. Bei dem Beschuldigten handelt es sich um einen 30-jährigen Mann. „Er gilt als dringend tatverdächtig, die tödlichen Schüsse abgefeuert zu haben“, so die Polizei.

Dem Vernehmen nach hat der 30-Jährige bislang nur knappe Angaben zur Person gemacht. So ist auch noch nicht klar, ob er – wie das Opfer der Tat – aus Nordrhein-Westfalen kommt.

Wie berichtet, hatte ein Mann am Donnerstag um 10 Uhr in einem Supermarkt am Kalmsweg bei einem Streit den 25-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen niedergeschossen – vor den Augen von Mitarbeitern und Kunden. Das Opfer starb wenig später im Rettungswagen. Seither hatte die Polizei „auf Hochtouren“ nach dem Schützen gefahndet.

Hintergründe der Tat noch nicht bekannt

Oberstaatsanwalt Frank Passade hatte bereits kurz nach der Tat bestätigt, was auch Zeugen gegenüber Medien geäußert hatten: „Der Täter hat sein Opfer zielgerichtet aufgesucht. Beide kannten sich.“

Weitere Hintergründe der Tat sind noch nicht bekannt. Der 30-Jährige machte von seinem Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern. „Angaben zum Tatgeschehen hat der Beschuldigte bisher nicht gemacht“, sagte Alken. Die Ermittlungen der Mordkommission dauern an.

Der betroffene Supermarkt in einem Oslebshauser Gewerbe- und Wohngebiet hatte bereits am Freitag wieder geöffnet.

Im Fall der tödlichen Messerstecherei im Viertel fahndet die Bremer Polizei seit Sonnabendabend mit Fotos nach einem Tatverdächtigen und seiner weiblichen Begleitung. Festnahmen habe es nach wie vor keine gegeben.

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