„Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht“: Landesfinale im Musicaltheater / Vortrag: „Bremen reist zum Mars“

Roboter, Radiergummis und Bambuszelte

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Wer bei „Jugend forscht“ antritt, kann auch schon mal mit einem Astronauten in Kontakt kommen. Oder wenigstens mit jemandem, der in einem Astronautenanzug steckt.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Neues kommt von Neugier“ – unter diesem so schönen wie zutreffenden Motto steht der 51. Bremer „Jugend-forscht“-Landeswettbewerb. Am Donnerstag und Freitag, 3. und 4. März, präsentieren 112 Kinder und Jugendliche 59 Arbeiten beim Landesfinale im Musicaltheater am Richtweg.

Ausrichter (und Patenunternehmen) des Landesentscheids sind einmal mehr die Raumfahrt-Experten der Airbus Group. Die jüngsten Wettbewerbsteilnehmer gehen in die vierte Klasse, die ältesten sind 21-jährige Jugendliche.

An beiden Tagen gibt es auch Termine für die Öffentlichkeit. So zum Beispiel am Donnerstag, 3. März, um 18 Uhr. Da geht es um – nein, nicht die Raumpatrouille, sondern um das Raumschiff „Orion“. Es soll die Nasa wieder zum Mond bringen – mit europäischen Partnern, unter anderem aus Bremen.

„Wir in Bremen bauen dafür das Antriebsmodul“, sagt Kirsten Leung von Airbus Space and Defence. „Wir bringen die Amerikaner zum Mond.“ Und möglicherweise irgendwann auch zum Mars. Wie, das will der Raumfahrtentwickler Oliver Juckenhöfel bei dem Vortrag am 3. März erklären. Juckenhöfel ist Programmleiter für „Orion“. Der Eintritt zu seinem Vortrag im Musicaltheater ist frei, so Leung.

Ebenfalls öffentlich ist die Bremer „Jugend-forscht“- Siegerehrung, die am Freitag, 4. März, um 15 Uhr beginnt. Junge Forscher bis einschließlich 14 Jahre treten bei „Schüler experimentieren“ an, die Älteren bei „Jugend forscht“. Mathematik und Informatik, Biologie und Chemie, Physik und Technik – was haben die Mädchen und Jungen so alles erforscht in diesem Jahr?

„Es sind spannende Arbeiten dabei“, sagt Leung. Bei „Schüler experimentieren“ zum Beispiel ein Roboter, der Treppen hochsteigen kann. Und – mit deutlichem Bezug zur alltäglichen Erlebniswelt – ein „Polsterranzen“, der mit Polstern ausgestattet ist, die harte Schulstühle bequemer (und damit wohl auch: gesünder) machen.

Ein weiteres Thema bei „Schüler experimentieren“: „Radiergummis selbermachen“. Und: Betonherstellung ohne Sand. Und auch ein „Mini-Planetarium“ wird im Musicaltheater präsentiert.

Bei „Jugend forscht“ geht unter anderem ein „Laktose-Testkit“ für Lebensmittel ins Rennen. Kulinarische Züge trägt auch ein digitalisiertes Kochbuch mit eingebauter Waage. Ein Dauergesprächsthema vieler junger Menschen findet sich in einer Arbeit wieder, in der das „iPhone 6“ mit dem „Samsung Galaxy S6“ verglichen wird. Was ist besser? Das, ganz klar, ist die Frage der jugendlichen Forscher.

Ein weiterer Beitrag gewinnt Relevanz mit Blick auf die weltweiten Flüchtlingsbewegungen: „Unterkünfte für Krisenzonen“. Präsentiert wird die Idee eines Bambuszelts, das besonders haltbar ist und Wärme besser speichert als herkömmliche Zelte. Leichter zu transportieren ist es obendrein. Keine Frage – neue Ideen, sie kommen von der Neugier.

Wer zum Vortrag „Raumschiff ‚Orion‘ – Bremen reist zum Mars“ am 3. März oder zur Bremer „Jugend-forscht“-Siegerehrung am 4. März möchte, muss sich anmelden. Das entsprechende Formular findet sich unter dem Link www.jufo-bremen.de/plakat-lw-2016.

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