900 Schüler beim Erste-Hilfe-Wettbewerb

Beherztes Engagement

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Anna (l.) und Jalina vom Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium in Achim versorgen die Platzwunde von Lotte.

Bremen - Von Viviane Reineking. Einen Klassenkameraden wiederbeleben, eine Platzwunde am Kopf fachmännsich versorgen, einen Bewusstlosen in die stabile Seitenlage bringen – beim zehnten Wettbewerb „Hand aufs Herz“ zeigten gestern Morgen rund 900 Schüler aus Bremen und Niedersachsen, wie fit sie in Erster Hilfe sind.

Wuselig geht es zu in Halle 7 auf der Bürgerweide. Auf verschiedene Stationen verteilt, kämpfen 180 Teams aus 81 Schulen um den Sieg beim Wettbewerb der Unfallkasse Bremen und des Gesundheitsressorts. Die Helfer haben Situationen nachgestellt, die auch im wahren Leben beherztes Engagement erfordern. So stoßen zwei Schüler beim Fahren mit ihren Longboards zusammen. Gekonnt müssen die Nachwuchssanitäter eine Platzwunde an der linken Schläfe versorgen. „Wichtig ist, dass man demjenigen erklärt, was als Nächstes passiert“, sagt Jan Philipp vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium. Gemeinsam mit seinen Mitschülern versorgt er die Wunde mit steriler Wundauflage und deckt den Verletzten mit einer wärmenden Rettungsfolie ab. Auch Lotte vom Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium in Achim ist bewusstlos, wird aber von Anna und Jalina bestens versorgt. „Die seelische Betreuung ist sehr wichtig“, wissen die Elfjährigen.

Eine Station weiter müssen Timm (13 Jahre) und Tobias (12) mit einer Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung reanimieren. 30-mal pumpen, zweimal beatmen. Die beiden machen ihre Sache gut. Jurymitglied Daniel Böttcher ist zufrieden. Er weiß jedoch um die häufigsten Fehler, die Ersthelfer machen: „Die Atmung wird oft nicht kontrolliert, und viele Menschen mögen nicht fest und tief genug drücken.“ Der Sanitätsausbilder des Roten Kreuzes rät: „Man sollte das Brustbein fünf Zentimeter eindrücken.“

Eine Rauschbrille am Präventionsstand der Bremer Polizei lässt derweil die Schüler erleben, wie sich die Wahrnehmung bei einem Alkoholgehalt von 1,1 Promille verändert. Auf der Bühne berichtet die Schwimmerin und Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn, die seit einem Motorradunfall im Rollstuhl sitzt, von ihrem Comeback als Sportlerin und dem Umgang mit ihrem Handicap. An die Schüler appelliert sie: „Erste Hilfe ist überlebenswichtig!“

„Unser Ziel war es, mit diesem Wettbewerb in den Schulen den Schulsanitätsdienst zu etablieren“, sagt Sven Broska, Geschäftsführer der Bremer Unfallkasse. Nach zehn Jahren ‚Hand aufs Herz‘ haben wir das in Bremen annähernd flächendeckend geschafft.“

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