„Das war schon ziemlich cool“

Automobilkulturzentrum Schuppen Eins eröffnet die neue Oldtimer-Saison

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Viele Besucher nutzten die Saisoneröffnung auch als Gelegenheit, nach Autoteilen zu suchen.

Bremen - Von Steffen Koller. Draußen vor den Toren blubbern die V8-Motoren, im Inneren erklingt Rockmusik aus den Boxen: Zur Saisoneröffnung des Automobilkulturzentrums Schuppen Eins strömten am Wochenende mehrere hundert Besucher in die Überseestadt.

Ob Miniaturwelten, Barbiere oder hochgezüchtete Rennwagen – das Angebot rund um das historische Gebäude an der Konsul-Smidt-Straße war vielfältig und erhielt Lob von vielen Seiten.

Saisoneröffnung am „Schuppen Eins“

Laut kreischend dringt der Sound von Formel-1-Boliden durch die Halle. In einem Cabrio, umfunktioniert zu einem Rennsimulator, sitzen Ben (6) und sein Vater Björn (42). Den beiden ist der Spaß anzusehen, so sehr strahlt das Duo über beide Ohren. Es ist nur eines von vielen Angeboten im Schuppen Eins. „Das war schon ziemlich cool“, sagt Ben und schlendert mit seinem Vater weiter in Richtung Außenbereich.

„Das ist der Hammer“

Bis sie dort angekommen sind, passieren die beiden unter anderem historische Tankstellen-Modelle, einen echten Barbier, der mit geübten Handgriffen Bärte und Haare stutzt und Autos, bei denen Liebhaberherzen höher schlagen. Rolls Royce, Bentley, Maybach, Mercedes-Benz, Porsche, alte Militärfahrzeuge, dicke Vans – oder Alfa Romeo, Ford, Borgward, Zweiräder: Für Kenner der Branche findet sich einiges, über das man „gepflegt fachsimpeln“ kann, wie es Ingo (55) ausdrückt. Er ist zusammen mit zwei Freunden angereist und freut sich schon seit Wochen auf die Saisoneröffnung. „So viele tolle Autos auf einem Haufen sieht man selten. Das ist der Hammer!“

Besonders die Militärfahrzeuge im Außenbereich seien „einfach genial“. Groß, breit, schwer und stark – das gefällt den Besuchern. Technischer, aber nicht weniger spannend geht es direkt im Schuppen Eins zu. Kabelbäume an einem Auto-Skelett verdeutlichen, wie aufwendig das Verlegen der bunten Kabel ist, wie viele Meter benötigt werden, damit Blinker, Lichtmaschine und Motorenelektronik funktionieren und so ein Wagen überhaupt ins Rollen gebracht wird.

Miniaturen sind für so manchen das Größte

Und es geht auch ganz klein zu: In einem extra angemieteten Raum haben die „Hanse-Trucker“ ihre Miniatur-Welten aufgebaut. Laster schlängeln sich über Kreuzungen, Bagger laden Sand auf und kippen ihn ab, Kräne heben Baumaterial an. Konzentriert sitzen die Fans der kleinen Welten an ihren Fernbedienungen – und sind für viele die ganz großen Helden. So wie für Kerstin (45) und ihren Sohn Elias (13): „Für uns – und besonders für meinen Sohn – sind sie die Größten.“

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