180 alte Schätzchen

„Bremen Oldtimer Classics“ führt über Oyten, Achim und Rotenburg

„Das Coolste ist, Du siehst die Autos fahren und nicht nur im Museum stehen.“ Olaf Mönch (l.) und André Weißmann organisieren die 22. Auflage der Oldtimer-Rallye. Foto: KOLLER
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„Das Coolste ist, Du siehst die Autos fahren und nicht nur im Museum stehen.“ Olaf Mönch (l.) und André Weißmann organisieren die 22. Auflage der Oldtimer-Rallye.

Bremen - Von Steffen Koller. Auf zur großen Fahrt: Die 22. Auflage der „Bremen Oldtimer Classics“ steht auf dem Programm und soll in diesem Jahr laut Organisatoren noch sportlicher werden. Was 1998 mit rund 45 Vehikeln begann, hat sich seitdem zu einem wahren Spektakel entwickelt. 180 Fahrzeuge starten am Sonnabend, 29. Juni, auf dem Bremer Marktplatz. Mehr als 400 Teilnehmer werden erwartet.

Alle zehn Sekunden ein Traum auf vier Rädern. Wenn am Sonnabend 180 Fahrzeuge aus elf Jahrzehnten an den Start gehen, werden Automobil-Herzen höherschlagen. Davon sind die Organisatoren Olaf Mönch und André Weißmann überzeugt. Dabei ist es keine Überheblichkeit, die aus den Oldtimer-Fans spricht. Es ist die Erfahrung der vergangenen 22 Jahre, die Mönch und Weißmann optimistisch stimmen, wieder ein „mega-cooles Event“ abliefern zu können. 34 verschiedene Automarken – allein neun Fahrzeuge aus der Vorkriegszeit – werden sich den Zuschauern präsentieren. Das älteste Modell der Rallye ist diesmal ein Bentley Speed Six, Baujahr 1928. Mit ihm werden ab 9.45 Uhr unter anderem ein Mercedes-Benz 170 SA (Baujahr 1950), aber auch ein Horch 853 (1936) auf der Bühne zu sehen sein.

Die Marke Mercedes-Benz wird mit 46 Fahrzeugen den Großteil der Autos stellen, daneben finden sich Modelle von Fiat, Ferrari, Porsche, Triumph, Aston Martin, aber auch Ford, BMW, Jaguar und Pontiac sowie Lamborghini sind im Starterfeld.

Während Besucher in Erinnerungen schwelgen, kleine Kinder große Augen bekommen und Oldtimer-Experten ins Philosophieren kommen, heißt es für die Teilnehmer, eine 300 Kilometer lange Strecke zu absolvieren. „Wir haben uns entschieden, das Ganze dieses Jahr etwas sportlicher zu gestalten“, sagt Olaf Mönch am Dienstag. Heißt: Mehr Zeitprüfungen als in den vergangenen Jahren stehen an. Beginn ist um 9.45 Uhr auf dem Markplatz, erste Messstation soll am Weserstadion sein – „ein kleiner Geheimtipp, um die Autos in Ruhe anschauen zu können“. Die erste Hälfte der Strecke führt über Oyten, Fischerhude und Ottersberg in Richtung Rotenburg, danach geht es schließlich in die Nähe von Lüneburg auf die dortige Teststrecke.

150 Kilometer haben die Fahrer gegen 13 Uhr geschafft – so der Plan. Nach der Mittagspause steht die Rückfahrt nach Bremen an. Diese führt unter anderem durch die Rotenburger Innenstadt (gegen 16 Uhr) und Achim. Auf dem Gelände der Mercedes-Niederlassung in der Vahr (Henri-Dunant-Straße 3) sollen sich ab 16.30 Uhr alle Fahrzeuge einfinden – eine letzte Zeitprüfung steht auf dem Programm. Übrigens, es geht bei den alten Schätzchen nicht um Schnellligkeit, sondern ums richtige Timing, also eine vorgegebene Zeit auf der Strecke einzuhalten. Die Siegerehrung folgt im Anschluss. Neben den Gesamtsiegern werde es unter anderem einen „Leidenschaftspokal“ geben. Für denjenigen, „der sein Gefährt am schönsten und mit viel Liebe zum Detail restauriert hat“, so Weißmann.

Neun Monate Vorbereitungszeit haben alle Beteiligten ins Event gesteckt – „einfach, weil es Spaß macht“, begründet Weißmann. Nach der Rallye ist also auch immer vor der Rallye.

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