Bremen ist Spielort in EU-Projekt

Schnitzeljagd per Smartphone

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Schnitzeljagd per Smartphone – Bremen ist am Sonnabend einer von weltweit 16 Spielorten.

Bremen - Von Porto bis Singapur, und auch Bremen ist dabei:  Sonnabend bietet sich zeitgleich in 16 Städten in neun Ländern ein Erlebnis der besonderen Art, eine Schnitzeljagd durch die Innenstädte. Sie dauert rund eine Stunde und kann in der Zeit von 9 bis 18 Uhr absolviert werden. Der einzige deutsche Austragungsort ist Bremen.

Dabei geht es detektivisch durch die Innenstadt. Mit dem Aufruf „Werde zum Helden und schütze die Umwelt!“ lädt das Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA) an der Universität Bremen zur Teilnahme ein. Es ist Forschungspartner in dem EU-Projekt „Beaconing“, in dessen Rahmen das Lernspiel entwickelt wurde.

Teilnehmen können Biba-Angaben zufolge alle, die gerne spielen, Lust auf Detektivarbeit haben und über ein Smartphone mit Internetzugang und GPS verfügen. Weiterer Hilfsmittel bedarf es nicht. „Später einmal soll das Lernspiel im schulischen Kontext den Unterricht für Jugendliche und junge Erwachsene bereichern“, sagt Biba-Sprecherin Sabine Nollmann. Wie auch immer: Bei der Jagd nach den Umweltsündern gibt es keine Altersbegrenzung. Das Spiel ist auch für Kinder geeignet. Nollmann: „Die Teilnahme kostet nichts, allerdings bitten die Wissenschaftler per Fragebogen um eine Bewertung, um das Spiel weiter verbessern zu können.“

Erster Tipp beim Öffnen der App

Die Teilnehmer besuchen mit dem Smartphone die Webseite „http://beaconing.eu/cross-eu“ und wählen „Bremen“ aus. Hier finden sie die Spielanleitung und den ersten Tipp für den ersten Ort der Schnitzeljagd. Er befindet sich nahe der Innenstadt. Der Link zum Spiel wird am Sonnabend, um 9 Uhr bereitgestellt und kann zu jedem Zeitpunkt bis 18 Uhr ausgewählt werden.

In dem Spiel wiederum werden die Teilnehmer Teil einer fiktiven Geschichte. Sie müssen in der Innenstadt Orte finden und sich dort hinbegeben, um in der Geschichte weiterzukommen. Sie arbeiten sich vor von Ort zu Ort, bekommen immer wieder Informationen aus vielfältigen die Umwelt betreffenden Bereichen. Touristische Infos zu Bremen fließen in die Schnitzeljagd ein. „Das Ziel des Spiels ist es, Faktenwissen zu erlangen und Zusammenhänge aus verschiedenen Disziplinen im Bereich Umwelt zu erkennen“, sagt die Biba-Sprecherin.

Forschungsprojekt läuft seit 2016

Außer in Bremen gehen auch in Paris, Lyon, Straßburg, Madrid, Barcelona, Mailand, Marseille, Edinburgh, Coventry, Porto, Vila Real (Portugal), Tergowiste, Ankara, Haywards Heath und Singapur Schnitzeljäger auf Spurensuche – eingeladen von den 15 Partnern im Forschungsprojekt „Beaconing“.

Es ist Anfang 2016 gestartet, läuft Ende dieses Jahres aus und hat einen Gesamtumfang von knapp sechs Millionen Euro. Einziger deutscher Projektpartner ist das Biba. Seit langem forscht es auf dem Feld „Serious Gaming“. So bezeichnet man das Spielen, das der Information und Bildung dient.

je

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