Schnitzeljagd per App: Mit „Scavenger Hunt“ Bremen kennenlernen

Handy raus und die Stadt entdecken

Die Bremer Stadtmusikanten dürfen bei der „Schnitzeljagd 2.0“ natürlich nicht fehlen. Ein einfaches Foto reicht aber nicht aus, Kreativität ist gefragt. - Foto: WFB/Jann Raveling

Bremen - Von Steffen Koller. Aufgaben erledigen, Bremen entdecken – und mit etwas Glück Geld gewinnen: Bei der am Sonnabend gestarteten „Scavenger Hunt“, einer Schnitzeljagd per App, stellen sich Teilnehmer insgesamt 150 Abenteuern, die sie quer durch die Hansestadt führen.

Ob Bremer Traditionen, historische Gebäude oder lustige Aufgaben ohne wirklichen Hintergrund – die Entwickler haben sich einiges einfallen lassen. Manches ist aber noch verbesserungswürdig.

Allein oder im Team mit bis zu fünf Mitgliedern können Teilnehmer bis einschließlich 14. Mai so viele Punkte sammeln wie nur möglich. Dann wird abgerechnet – und im besten Fall ausgezahlt. Die Gruppe, die bei Ablauf des Zeitfensters die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt 500 Euro, alle weiteren Platzierungen bis Platz zehn erhalten ebenfalls Preise, heißt es bei der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB). Doch bis es so weit ist, muss eine ganze Palette von Aufgaben erledig werden. Die Bandbreite ist dabei enorm.

Punkte im Taucheranzug sammeln 

Je aufwendiger die Herausforderungen sind, desto mehr Punkte können ergattert werden. Erhalten Teilnehmer für ein einfaches Foto von ihrem Lieblingsplatz in Bremen beispielweise bis zu 33 Punkte, gibt es für das Bauen einer Sandburg, die im besten Fall auch noch gegen Wasser geschützt ist, maximal 35 Punkte.

Ein Gruppen-Logo zu erstellen, macht schnell mal 20 Punkte. Einen Ballettkurs im Taucheranzug besuchen, gibt 29 Punkte, für ein Foto „der Oase in der Bremer Wüste“ werden 31 Punkte gutgeschrieben. Ausprobiert haben das auch Jana (27) und Niklas (29), die die App „grundsätzlich gut“ finden. Zwar wohnen die beiden seit einigen Jahren in Bremen, doch auch für sie biete die „Schnitzeljagd 2.0“ noch interessante Infos, sagen sie.

„Als Neu-Bremer ist das eine tolle Sache“, meint Jana, die mit ihrem Team „Hunderunde“ nach nur fünf Aufgaben bereits unter die besten 60 geklettert ist. Auch Niklas ist von der App angetan, so lerne er noch was über seine Wahlheimat, meint er. Zudem sei die App ein „toller Zeitvertreib“.

Die Spannung fehlt 

Doch die beiden üben auch leise Kritik am Konzept. So fehlen ihnen unter anderem aus der klassischen Schnitzeljagd abgeleitete Aufgaben, die aufeinander aufbauen und so noch mehr Spannung erzeugen. Außerdem wünschen sich die beiden eine Art Karte, auf der geographisch nah beieinanderliegende Aufgaben sichtbar gemacht werden, sagt Niklas. „So kann man besser planen und mehr Punkte abstauben.“

Gibt es seit Sonnabend die „Bremen Hunt“, soll ab dem 13. Mai auch eine Schnitzeljagd für Bremerhaven kommen. Dann heißt es auch dort: Aufgaben erledigen, die Stadt entdecken – und mit etwas Glück Geld gewinnen.

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