Schnelle Schritte, kurze Sätze

474. Schaffermahlzeit: Prominenz aus Musik, Fernsehen und Politik

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Herbert Grönemeyer auf einer Treppe im Bremer Rathaus. Der Sänger nahm an der 474. Bremer Schaffermahlzeit teil – im geliehenen Frack.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Flugzeuge im Bauch? Currywurst? Nein, Pinkelwurst! Sänger Herbert Grönemeyer hatte am Freitag die Möglichkeit, mal ein paar ganz neue Eindrücke und womöglich Song-Anregungen zu sammeln – als Gast der 474. Schaffermahlzeit im Bremer Rathaus.

Und er wollte es offenbar ganz in Ruhe genießen. Medienvertretern, die sich vorab um ein gemeinsames Kurzinterview bemüht hatten, ließ er die Mitteilung zukommen, dass dies aus „zeitlichen Gründen“ leider nicht einzurichten sei. Im Rathaus sah er dann zu, möglichst schnell an den wartenden Reportern und Fotografen vorbeizukommen. Hier ein paar Sätze, dort mal ganz kurz stehenbleiben, mehr ging nicht. Dabei wäre der strenge Zeitplan der Schaffermahlzeit wegen ein paar freundlich gewechselter Worte sicher nicht in  Gefahr geraten.

In Begleitung des Bremer Ticket-Mogul Klaus-Peter Schulenberg

Mit Bremen, ja, da verbinde er Werder und die Konzerte, die er hier gegeben hat, ließ Grönemeyer wissen. Wenig später stellte er dann selbst eine Frage. „Sind Sie von Radio Bremen?“ Hörfunkreporterin Birgit Sagemann, mit dem Mikro im Saal unterwegs, gab es unumwunden zu. Grönemeyer erzählte ihr dann, dass er für nächstes Jahr ein Konzert in Bremen plane – und dass er seinen Frack geliehen habe.

„Klick!“ Herbert Grönemeyer (l.) mit Klaus-Peter Schulenberg auf dem Weg ins Bremer Rathaus.

Grönemeyer erschien in Begleitung des Bremer Ticket-Moguls Klaus-Peter Schulenberg (Eventim), der den Promi-Gast für das Bremer Traditionsmenü gewonnen hatte. In der Oberen Rathaushalle saß Grönemeyer dann an Tisch D (Marktplatzseite) neben Schulenberg, Schaffer des Jahres 2012. Seine Frau Josefine Cox-Grönemeyer hatte ihren Platz an der Damentafel im Kaminsaal.

Olaf Scholz trägt sich ins Goldene Buch ein

Dort stand auch ein Schild für Dorthe Dettmer aus Oberneuland – gemeint war natürlich die Schlagersängerin Dorthe Kollo („Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben“). Sie ist seit 2007 mit dem Bremer Reeder Heiner Dettmer verheiratet, und der wiederum wacht als Verwaltender Vorsteher der Stiftung Haus Seefahrt über den Ablauf der Schaffermahlzeit.

Olaf Scholz schrieb nur seinen Namen ins Buch.

Beide waren natürlich dabei, als der Ehrengast – Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) – sich ins Goldene Buch Bremens eintrug. Umgeben von bremischer Tradition, vor sich auf dem Tisch eine Silberfigur des Rolands – was schreibt so ein Hamburger den Bremern dann ins Goldene Buch? „Bremen ist toll“? „Deutscher Meister wird der SVW“? Nun, nichts dergleichen. Scholz vermied jeglichen Kommentar zu Konkurrenz und Freundschaft der beiden Hansestädte. Er schrieb einfach nur seinen Namen ins Goldene Buch hinein.

Damit war der Tradition Genüge getan. Apropos Tradition. An die große Tradition der Schaffermahlzeit erinnerte einer, der sich von Berufs wegen viel mit geschichtlichen Themen beschäftigt hat – ZDF-Historiker Guido Knopp, der ebenfalls zu den Promi-Gästen der 474. Bremer Schaffermahlzeit zählte.

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