Streudienste ab Mittag unterwegs / Verspätete Züge, ausgefallene Flüge, weniger Unterricht

Schnee macht Bremen zur Tempo-20-Zone

Fast ganz in Weiß – Stadtmusikanten im Schnee.

Bremen - BREMEN (kuz) · Die angekündigte „weiße Wand“ war eher eine „weiße Gardine“ – zeitweise fiel der Schnee in Bremen gestern so dicht, dass er fast wie Nebel wirkte. Eingeschränkte Sicht herrschte also, und viele Verkehrsteilnehmer stellten sich gut darauf ein.

„Straßenverkehr im Zeitlupentempo“ – so beschrieb es ein Polizeisprecher. Vereinzelt habe es Unfälle mit Blechschaden gegeben, mehr nicht: „Wir haben keine Einsatzlage.“ Ganz Bremen sozusagen eine Tempo-20-Zone – Verkehrssenator Reinhard Loske (Grüne) dürfte sich gefreut haben.

Am Vormittag hatte der Schneefall eingesetzt. Eltern konnten selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken wollten. Die Information wurde über den Rundfunk verbreitet. Viele Kinder kamen trotzdem zum Unterricht, wurden dann aber früher heimgeschickt – so an der katholischen St.-Johannis-Schule im Schnoor, wo der Unterricht nach der vierten Stunde endete. Um 11.30 Uhr – bevor die für den Nachmittag angekündigten stärkeren (und mit schärferem Wind verbundenen) Schneefälle begannen. 150 Mitarbeiter der Streudienste waren ab Mittag im Einsatz.

Bei der Deutschen Bahn gab es einige – man ist geneigt zu sagen: erwartbare – Verspätungen im Fernverkehr. Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) wies ihre Fahrgäste über die Infotafeln an den Haltestellen auf die witterungsbedingten Verzögerungen hin.

Die meisten Menschen nahmen es mit Ruhe, Geduld und – in Einzelfällen – Regenschirm. Der schützt ja auch gegen Schnee. Am Bremer Flughafen kam es bei Abflügen und Ankünften zu Verspätungen, einzelne Flüge fielen ganz aus – so zum Beispiel die 16.30- Uhr-Maschine nach Turin. Auch die Lufthansa-Flüge von Frankfurt (17.40 Uhr) und nach Frankfurt (18.30 Uhr) fielen aus. Fragen nach Flugverbindungen muss es viele gegeben haben – die Internetseite des Flughafens jedenfalls war am Nachmittag zeitweise nur eingeschränkt zu erreichen, das Menü „Abflug/Ankunft“ mochte sich kaum aufbauen.

Am Abend folgten Temperaturen um den Gefrierpunkt, was für den Straßenverkehr bedeutete: Gefahr extremer Glätte. Auf den Autobahnen gab es schon nachmittags Unfälle, Schneckentempo und Staus, so 14 Kilometer auf der A1 zwischen Bremer Kreuz und Brinkum. Und in Richtung Hamburg zwischen Brinkum und Bremer Kreuz zwölf Kilometer.

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