Atlantic Grand Hotel öffnet seine Pforten / 27-Millionen-Euro-Projekt / Blick über die Altstadt

Schlafen an historischer Stätte

Das Atlantic Grand Hotel mitten in Bremens City von außen.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke· Mitten im Herzen der Bremer Altstadt, angrenzend an die Böttcherstraße, hat etwa ein Jahr nach der Grundsteinlegung das Atlantic Grand Hotel eröffnet. Es fügt sich gut ein in die Baulücke an der Bredenstraße.

Endlich, der letzte Bauzaun an der Ecke Bredenstraße/ Martinistraße ist weg. Nun ist der Blick frei auf das Vier-Sterne-Superior-Hotel mit seiner hellen Stein- und Glasfassade (Architekten Haslob Kruse Partner). 12 000 Quadratmeter beträgt die Bruttogeschossfläche. Der Knüller ist der öffentlich zugängliche Dachgarten in der siebten Etage. „Der Rundumblick ist einmalig“, schwärmt die geschäftsführende Direktorin Ursula Carl, die vorher das Atlantic Hotel am Airport geleitet hat. Recht hat sie. Nicht nur auf Martinikirche, Teerhof, Kontorhaus, Böttcherstraße und Dom lässt sich schauen, sondern bis zu den Stadtmusikanten. Für private Veranstaltungen steht die verglaste Event-Lounge zur Verfügung.

Stellvertretender Hotel-Direktor Clemens Hieber auf der Dachterrasse – mit Aussicht auf den Dom.

27 Millionen Euro haben sich Kurt Zech und Joachim Linnemann das Hotel – das letzte, das in den Genuss der Bremer Hotelförderung kam – kosten lassen. In den 138 Zimmern (davon 14 Suiten und Studios) schlafen die Gäste an historischer Stätte, machten die Bremer Archäologen hier doch derart viele bedeutende Funde, dass sich die Bauarbeiten verzögerten. Ob Münzen, Ziegel, Simse, Backsteine oder Zierkugeln – ein Teil der Schätze ist im ebenerdigen Restaurant „Alto“ zu bewundern. Geschickt wurden hier Nischen gestaltet, die die Gäste zwischen den Vitrinen trotz der 134 Plätze (zusätzlich 36 im Wintergarten und auf der Terrasse mit Blick auf die Böttcherstraßen-Rückseite) Ruhe finden lassen.

Dunkles Holz zieht sich durch das gesamte Hotel, strahlt Wärme aus, wird aber überall durch helle Elemente aufgelockert. Immer wieder tauchen überraschend archäologische Funde auf, so im Keller ein Stück der Findlingsmauer. Ein paar Schritte weiter der Weinkeller: dunkle Tische, gemütliche rote Stühle. Hinter Sicherheitsglas lagern hier in Kürze wohltemperiert die Schätze des Hotels, zum Beispiel gereifter Bordeaux. „Die alten Fliesen im Weinkeller stammen aus einem Kloster in Frankreich“, verrät Ursula Carl. Weinproben und Feiern im Kreis bis zu 40 Personen sind im Keller möglich.

Hotelzimmer mit Ursula Carl.

Bis zu 300 Personen finden in der ersten Etage in den Konferenzräumen Platz. Vorsorglich wurde ein Übergang zum Casino in der Böttcherstraße gebaut. Grund: Wenn das Casino demnächst auszieht, soll der Konferenzbereich vergrößert werden. Carl ist zuversichtlich, dass der Vertrag zustandekommt. Gekauft haben die Atlantic-Macher auch das angrenzende Haus Martinistraße 25. Wenn die letzten Mieter in vier, fünf Jahren ausgezogen sind, plant die Direktorin dort 70 weitere Zimmer.

Die jetzigen 138 Zimmer sind laut Carl seit dem ersten Tag, dem Dienstag, fast komplett belegt. Auch hier Archäologisches: Künstler Andreas Schmidt hat Details, wie Würfel, Pop-Art-mäßig als Fotos verfremdet.

Ein Sauna- und Fitnessbereich sowie eine Tiefgarage mit 70 Plätzen runden das Angebot im Hotel mit seinen 70 Mitarbeitern ab.

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