„Schlachte-Zauber“ und Weihnachtsmarkt eröffnet / Feierliches Spektakel

Glühweinseliges Gelächter

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Axel Vistalli verkauft auf dem Weihnachtsmarkt allerlei Werkzeuge aus Schokolade.

Bremen - Von Viviane Reineking. Das metallene Klappern des Schmiedes ist von weither zu hören, ebenso wie das glühweinselige Gelächter der ersten Grüppchen, die gestern schon kurz nach Eröffnung am Nachmittag von Hütte zu Hütte über den „Schlachte-Zauber“ und entlang der festlich geschmüchten Buden auf dem Weihnachtsmarkt schlendern.

Annelies Marr (v.l.) und Ute Bischoff aus Barver lassen sich auf dem „Schlachte-Zauber“ das magische Elexier „Drachenblut“ bei Silke Peglau am Stand vom „Obstler“ aus Hoya schmecken.

Wie in jedem Jahr starten Edith Muhle, Gaby Lammers, Wilma Niemann und ihre fünf Kolleginnen vom Handarbeitsclub aus Visbek die Weihnachtsmarktsaison in Bremen. „Dann ist es noch nicht ganz so voll“, finden die acht Damen, die den winterlichen Budenzauber, das historische Freibeuterdorf und den stimmungsvollen Markt auf dem Marktplatz und am Dom „zum Anlass nehmen, gemeinsam Spaß zu haben und leckeren persischen Mokka und Eierlikör zu trinken“.

Verschiedenste Gerüche mischen sich auf dem „Schlachte-Zauber“: Rauch zieht durch das hölzerne Dorf, das Wikinger aus dem neunten Jahrhundert ebenso bevölkern wie Freibeuter des 17. Jahrhunderts. Mokka mit Kardamom, Apfel-Feigen-Tee, Feuerzangenbowle und Glühwein locken die Besucher, dazu der Geruch von Zimt und Orange, Rosmarin und Lavendel bei der Seifensiederei.

Und natürlich der Duft nach Deftigem: Auf dem Wintermarkt dreht Axel von Buxhoeveden auf einem Grill Elchbratwurst. „Elch hat einen leichten Wildgeschmack. Dann ist da noch Preiselbeere drin, die schmeckt man richtig raus. Einfach mal probieren“, preist er seine Wurst an. Das machen Uwe und Doris Hunold, die ihren Einkauf mit einem Bummel über den „Schlachte-Zauber“ verbinden. „Schmeckt gut, überhaupt nicht streng“, finden beide.

Alles aus Alpaka-Wolle gibt es bei der Alpaka-Manufaktur: wärmende Socken, Pullover, Schals und Handschuhe. „Alpakas leben nachts bei minus 25, tagsüber bei bis zu plus 25 Grad“, sagt Ursula Tautz. „Die Wolle ist temperaturausgleichend und damit bei Wärme und Kälte gleichermaßen gut zu tragen.“

Von den scheinbar schneebedeckten Hütten an der Schlachte geht es Richtung Marktplatz – vorbei an den buntbeleuchteten Papierhäuschen, „an denen auch Männer mit leuchtenden Augen stehenbleiben“, sagt Monika. Zusammenklappbar seien sie außerdem – praktisch, wenn sie als Geschenk verschickt werden sollen. Weihnachtliches und Winterliches aus Terrakotta, Fellmützen, Christbaumkugeln, Honig aus Finnland, Mettwurst aus Bremerhaven und viele weitere Leckereien warten auf die Besucher des stimmungsvoll beleuchteten Weihnachtsmarktes. Besonderer Hingucker: Allerlei aus Schokolade verkauft Axel Vistalli, darunter Wasserhähne, Schrauben, Scheren und Hämmer.

Gegen 18 Uhr ertönen dann die ersten stimmungsvollen Klänge des Eröffnungsspektakels, kurz danach beginnt das bunte Feuerwerk an der Schlachte. Der Weihnachtsmarkt dauert bis zum 23. Dezember. Geöffnet ist er täglich von 10 bis 20.30 Uhr, sonnabends bis 22 Uhr, sonntags ab 11 Uhr. Der „Schlachte-Zauber“ öffnet täglich von 11 bis 20.30 Uhr, sonnabends von 11 bis 22 Uhr.

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