Kriminaltheater

Schiller und Scherf gemeinsam auf Bremer Bühne

Vorhang auf! Bürgermeister a. D. Henning Scherf – hier in seinem Garten – kehrt auf die Theaterbühne zurück. Er tritt im Kriminaltheater auf.
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Vorhang auf! Bürgermeister a. D. Henning Scherf – hier in seinem Garten – kehrt auf die Theaterbühne zurück. Er tritt im Kriminaltheater auf.

Bremen – Die politische Bühne kennt er sehr, sehr gut, die Theaterbühne aber kennt er ebenfalls – vor ein paar Jahren hatte Bürgermeister a. D. Henning Scherf (SPD) im Bremer Kriminaltheater im Stück „Terror“ von Ferdinand von Schirach die Rolle des Richters übernommen. Das passte, schließlich ist Scherf von Haus aus promovierter Jurist.

Und genau das führt ihn nun auf die Bühne zurück. Nicht auf die politische Bühne, versteht sich, sondern: auf die Theaterbühne. Und zwar erneut am Bremer Kriminaltheater auf dem Areal der Union-Brauerei an der Theodorstraße in Walle.

Zum Auftakt der neuen Saison hat sich Ralf Knapp, Mitgründer und Künstlerischer Leiter des Kriminaltheaters, etwas Neues ausgedacht. Es geht dabei um das Kriminelle in den Balladen von Friedrich Schiller: Unter dem Titel „Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp?“ bringen Knapp und sieben renommierte Bremer Juristen Schillers Balladen gleichsam vor Gericht – während der Schauspieler die Balladen spricht und spielt und durchlebt, spüren die Juristen den in Schillers Texten verhandelten Verbrechen nach.

„Schillers Balladen sind einzigartig“

Die Juristen, das sind – neben Scherf – der frühere Bremer Generalstaatsanwalt Hans Janknecht, die Rechtsanwältinnen Natalie Berger und Anna Ziemann sowie die Rechtsanwälte Ulrich von Behr, Bertold Frick und Jürgen Maly.

„Schillers Balladen sind einzigartig“, so Perdita Krämer, ebenfalls Gründerin und Künstlerische Leiterin des Theaters. „Im schriftstellerischen Wettbewerb mit Goethe ist um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert eine neue Form entstanden. Sie verbindet die Einfachheit des Volkslieds mit sprachlicher Vollendung, um außergewöhnlich spannende Geschichten zu erzählen.“ Und: „Häufig kreisen diese Geschichten um Verbrechen.“ Der Killer in Schiller...

Doch: „Während zum Beispiel ,Die Kraniche des Ibykus‘ eindeutig die Geschichte eines Verbrechens und seiner Aufklärung ist, tummeln sich bei anderen Balladen Spuren des Verbrechens eher untergründig. Diese bedürfen kompetenter Hilfestellung, um den Thriller in Schiller an die Oberfläche zu bringen.“

Premiere: Freitag, 3. September, 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen: 4., 10., 11. September. „Nicht immer kann die Anwesenheit aller Juristen garantiert werden. Bei Abwesenheit werden sie per Videokonferenz zugespielt“, hieß es weiter.

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