1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bremen

Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven soll mehr Geld bekommen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Blick auf das Deutsche Schifffahrtsmuseum: Für die Wartung seiner Schiffe soll das Museum ab 2022 zusätzliches Geld bekommen.
Für die Wartung seiner Schiffe soll das Bremerhavener Schifffahrtsmuseum zusätzliches Geld bekommen. © Sina Schuldt/dpa

Im Deutschen Schifffahrtsmuseum herrscht Reparaturstau. Deshalb soll das Bremerhavener Museum jährlich 600.000 Euro für den Unterhalt seiner Schiffe bekommen.

Bremerhaven – Das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven erhält von seinen Stiftern ab 2022 jährlich 600.000 Euro für den Unterhalt seiner Museumsschiffe. Das kündigte die Bremer Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling (SPD) am Freitag an. Zwei Drittel werde das Land Bremen tragen, ein Drittel die Stadt Bremerhaven. Die zuständigen Gremien müssten aber noch zustimmen.

Gründung1971, Bremerhaven
Mitarbeitercirca 80
TrägerStifter Stadt/Land Bremen und Stadt Bremerhaven
Art der ForschungGrundlagenforschung

„Wir müssen das Museum handlungsfähig machen“, sagte Schilling über die krisengeplagte Einrichtung. Sie sehe indes optimistisch in die Zukunft des Museums. Als kommissarische Direktorin stellte sie die Historikerin Ruth Schilling vor, die seit 2014 am DSM arbeitet.

Deutschem Schifffahrtsmuseum fehlt Geld für die Wartung seiner Schiffe

Die bisherige Direktorin Sunhild Kleingärtner hatte das Schifffahrtsmuseum überraschend verlassen. Das Museum gehört zur Leibniz-Forschungsgemeinschaft, leidet aber unter einem Sanierungsstau bei seinen Gebäuden. Auch fehlte bislang Geld zur Wartung der Schiffe im Museumshafen. Das Segelschiff „Seute Deern“ wurde so marode, dass es sank und abgewrackt werden musste.

Außerdem in Bremerhaven gesucht: Neue Museumsleitung

Mit den 600.000 Euro könne das DSM den Reparaturstau bei den Schiffen abarbeiten, sagte der zuständige Projektleiter, Lars Kröger. So müsse der Walfänger „Rau IX“ ins Dock. Außerdem gebe der Bund 1,1 Millionen Euro, um das alte Feuerschiff „Elbe 3“ zu renovieren.

Übergangsdirektorin Ruth Schilling kündigte eine engere Verzahnung des Ausstellungsbetriebes mit der Forschung an. Ihre Aufgabe wird sein, das DSM 2024 durch die Evaluierung der Leibniz-Gesellschaft zu steuern, damit weiter Fördergeld aus Berlin fließt. Die Suche nach einer neuen, dauerhaften Leitung wird nach Angaben eines Sprechers etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen. (dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare