Bundesverdienstorden: Achim Giesa und Detlef Erasmy haben den Schwerbehindertenausweis verkleinert

Scheckkartenformat statt Postkartengröße

+
Detlef Erasmy (v.l.) und Achim Giesa wurden von Staatsrat Matthias Stauch im Kaminsaal des Rathauses geehrt.

Bremen - Achim Giesa und Detlef Erasmy haben maßgeblich dazu beigetragen, dass der Schwerbehindertenausweis verkleinert wurde. Für ihren erfolgreichen Einsatz für Menschen mit Behinderungen erhielten sie jetzt den Bundesverdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Die beiden Bremer haben den Schwerbehindertenausweis von Postkartengröße auf ein modernes Scheckkartenformat gebracht. Staatsrat Matthias Stauch (Sena-tor für Wirtschaft, Arbeit und Häfen) übernahm gestern die Ehrung im Kaminsaal des Bremer Rathauses.

„Der Ausweis ist eine kleine, das Engagement der beiden eine große Sache. Dieser Ausweis hat eine erhebliche Bedeutung für sieben Millionen Menschen in ganz Deutschland. Ich bin stolz, dass das Engagement für diese bundesweite Initiative aus Bremen kommt“, sagte Stauch. Das Projekt zeige, dass durch bürgerschaftliches Engagement viel bewegt werden könne.

„Die Ehrung würdigt die Vielfalt der Gesellschaft“, lobte Bremens Landesbehindertenbeauftragter Dr. Joachim Steinbrück. Gleichzeitig mache eine solche Ehrung anderen Behinderten Mut, sich zu engagieren und sich für ihre eigenen Interessen einzusetzen. Jörn Rickens (Lebenshilfe Bremen) hob hervor, dass durch die Verkleinerung des Ausweises eine entscheidende Verbesserung bei der Integration von Menschen mit Behinderung erreicht worden sei. Seit 2005 enagierten sich Achim Giesa und Detlef Erasmy für eine Verkleinerung des Ausweises. Auch durch ihren politischen und ehrenamtlichen Einsatz hatte der Bundesrat im Frühjahr 2012 die Einführung des scheckkartengroßen Ausweises zum 1. Januar 2013 beschlossen. Hintergrund der Forderung nach einer Verkleinerung war, dass sich viele Nutzer wegen des postkartengroßen Formats diskriminiert fühlten. Für Dritte war schnell erkennbar, dass es sich bei dem Inhaber um einen Menschen mit Schwerbehinderung handelt.

Achim Giesa und Detlef Erasmy stehen an der Spitze des Vereins „Wir“ unter dem Dach der Lebenshilfe. Die Vereinigung setzt sich für die Stärkung der Mitwirkungsrechte von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung ein. · gn

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Fotostrecke: Joe Bryant und sein Weserstadion aus Lego

Fotostrecke: Joe Bryant und sein Weserstadion aus Lego

Freiburger Gruppenvergewaltigung: elf Angeklagte vor Gericht

Freiburger Gruppenvergewaltigung: elf Angeklagte vor Gericht

Die Vielfalt der Aquafitness entdecken

Die Vielfalt der Aquafitness entdecken

Sommerkonzert der Marion-Blumenthal-Oberschule Hoya

Sommerkonzert der Marion-Blumenthal-Oberschule Hoya

Meistgelesene Artikel

Hitze beschädigt A1-Weserbrücke: Tempolimit und Sanierung nötig

Hitze beschädigt A1-Weserbrücke: Tempolimit und Sanierung nötig

SPD, Grüne und Linke einigen sich auf Verkehrspolitik: Autofreie Innenstadt bis 2030

SPD, Grüne und Linke einigen sich auf Verkehrspolitik: Autofreie Innenstadt bis 2030

Unbekannter schießt auf Eltern mit Kleinkind und eine Autofahrerin

Unbekannter schießt auf Eltern mit Kleinkind und eine Autofahrerin

Mann schlägt Fußballtrainer mit Stein gegen Kopf - Spieler mit Holzlatten bewaffnet

Mann schlägt Fußballtrainer mit Stein gegen Kopf - Spieler mit Holzlatten bewaffnet

Kommentare