Schatten, Kästen und Reliefs

Galeristin Unger präsentiert „Lichträume“

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Die Bremer Galeristin Corona Unger im Jahr 2008 mit dem englischen Künstler Tom Mosley.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Lichträume“ – so heißt eine Ausstellung, in der die Bremer Galeristin Corona Unger Fotografien und Wandobjekte miteinander konfrontiert, Arbeiten der Künstler Nikolaus Korab und Tom Mosley.

Die „Lichträume“ öffnen sich ab Freitag, 9. Februar, in Ungers Galerie an der Georg-Gröning-Straße in Schwachhausen. Eröffnung: 19 Uhr. Die Ausstellung dauert bis zum 25. März. Sie „vereint zwei Künstler, deren Werke sich auf die Dimensionen Raum und Licht konzentrieren“, so Unger. Der Wiener Fotograf Nikolaus Korab, Jahrgang 1963, untersucht mit einer Großbildkamera und zum Teil sehr langen Belichtungszeiten die kontrastreichen Lichtverhältnisse in leerstehenden, verlassenen Innenräumen. 

Unger weiter: „Seine puristischen Interieurs sind durch klare Konturen gekennzeichnet. Licht flutet mit mächtigem Schein durch geöffnete Türen oder dringt durch einen nur schmalen Spalt und zeichnet dabei markante Ornamente in die Leere. Der Dialog von Licht und Schatten bestimmt die Kompositionen.“

Tom Mosleys helle Arbeiten setzen den Fotografien zunächst einmal eine gewisse Leichtigkeit entgegen. In und mit aus Holz und Karton gefertigten Kästen, Reliefs und Gerüsten widmete sich der englische Künstler (1927 bis 2009) dem wechselvollen Spiel von Licht und Schatten.

Grenzen sinnlicher Wahrnehmung

„Mosley thematisierte den kraftvollen Schlagschatten ebenso wie weiche Schattierungen, die den Konturen ihre Eindeutigkeit entziehen. Damit erreichte der Künstler schließlich einen sowohl räumlich wie auch zeitlich unbestimmten Zustand, der die Grenzen sinnlicher Wahrnehmung aufzeigt und überschreitet“ sagt Unger über den Künstler.

Die Ausstellung liege dem Galerieteam „besonders am Herzen“, weil sie Mosleys Arbeiten noch einmal in den Fokus rückt. Unger: „Die Thematik intensiver Hell-Dunkel-Akzente und die Kombination mit fotografischen Raumgefügen hätte ihm bestimmt sehr gefallen. Nikolaus Korab wird die Ausstellung mit uns eröffnen, an Tom werden wir denken und auf ihn anstoßen, denn er hat immer sehr gern gefeiert – so dass ein lebendiger Vernissageabend ganz in seinem Sinne ist.“

Mosley lebte und arbeitete in Neuseeland, Australien, Frankreich, Schweden und zuletzt in Mönchengladbach. Seine Werke wurden unter anderem in Holland und Schweden, im Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen und im Landesmuseum Oldenburg präsentiert.

Korab studierte an der Filmakademie Wien und lehrte an der renommierten Universität für angewandte Kunst Wien. Der Künstler lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich.

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