Hamburger Bürgermeister kommt als Ehrengast

Schaffermahlzeit mit Olaf Scholz

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Ein Hamburger mit Besuch aus Bremen: Der Verwaltende Vorsteher von Haus Seefahrt, Heiner Dettmer (r.), und der Erste Schaffer und SWB-Vorstandsvorsitzende, Dr. Torsten Köhne (l.), überreichen Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz die Einladung zur Schaffermahlzeit. 

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Ein Hamburger! Im Herzen Bremens – und bei einer durch und durch bremischen Veranstaltung. Nun, mit Hafenstädten (und deren Traditionen) kennt er sich aus, der Mann, von dem hier die Rede ist. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) wird am Freitag, 9. Februar, als Ehrengast zur 474. Schaffermahlzeit im Bremer Rathaus erwartet.

„Wir freuen uns außerordentlich, Olaf Scholz zur kommenden Schaffermahlzeit bei uns in Bremen begrüßen zu dürfen und möchten uns für seine Zusage bereits heute herzlichst bedanken. Mit dem Hamburger Bürgermeister haben wir einen Ehrengast, der mit den Herausforderungen vertraut ist, die es in einem Stadtstaat zu meistern gilt“, sagt Heiner Dettmer, Verwaltender Vorsteher von Haus Seefahrt.

„Bremen und Hamburg eint das Interesse um den Ausbau der Häfen und deren Infrastruktur trotz der jeweiligen Standortinteressen. Daher ist die Beziehungspflege zu Hamburg und Olaf Scholz die beste Basis für zukünftige Dialoge“, sagte der Zweite Schaffer, Matthias Ditzen-Blanke (Verleger der Nordsee-Zeitung, Bremerhaven).

Bei der Schaffermahlzeit werden Spenden gesammelt, die dem Zweck der Stiftung Haus Seefahrt zugutekommen. Damit werden in Not geratene Seeleute und deren Hinterbliebene unterstützt – und seit einigen Jahren zusätzlich auch Nautikstudenten gefördert.

Kunststipendiatin Karla Nixon aus Durban. 

Die Namen der weiteren Gäste der Schaffermahlzeit – stets vorgeschlagen von den kaufmännischen Mitgliedern sowie von den Vorstehern der Stiftung Haus Seefahrt – werden erst am Tag des Brudermahls bekanntgegeben, bei dem inzwischen ja auch Schwestern willkommen sind. Den Statuten folgend, muss es sich bei den Gästen um auswärtige Führungspersönlichkeiten handeln, die nicht in Bremen wohnen, gleichwohl aber durch ihre Beziehungen zur Hansestadt den Standort Bremen stärken: Netzwerkarbeit nach alter Sitte, aber für Gegenwart und Zukunft.

Die Schaffermahlzeit in Bremen gilt als das älteste sich alljährlich wiederholende Brudermahl der Welt. Die Tradition symbolisiert die Verbindung zwischen der Seefahrt und den Kaufleuten.

Dem Brauch nach dürfen auswärtige Gäste in der Regel nur einmal in ihrem Leben an der Schaffermahlzeit teilnehmen. Das gilt natürlich auch für Hamburger.

Von Hamburg nach Südafrika. Oder auch: von Südafrika nach Bremen. Aus Südafrika nämlich ist die Künstlerin Karla Nixon nach Bremen gekommen.

Kunststipendiatin aus Südafrika

Nixon, 1990 in Bremens Partnerstadt Durban geboren, lebt und arbeitet seit November vorigen Jahres in der Hansestadt – im Rahmen des Bremer Kunststipendiums, das die Bürgerschaft und die Bremer Heimstiftung für jeweils drei bis fünf Monate an Künstler aus bremischen Partnerstädten vergeben. „Etwas, das die Städtepartnerschaften mit Leben füllt“, wie Parlamentspräsident Christian Weber sagt. Und etwas, wozu stets eine kleine Ausstellung im Haus der Bürgerschaft gehört. Nixons Schau wurde am Donnerstag eröffnet. Sie dauert bis zum 25. Januar.

Nixon arbeitet viel mit Papier, setzt dabei Techniken wie den Scherenschnitt ein und schafft dreidimensionale Werke – Bildkästen und Installationen. Im Haus der Bürgerschaft sind nun ein paar gerahmte Arbeiten der Künstlerin zu sehen. Sie variiert darin wiederkehrende Elemente ihrer Kunst – Baustellen, Gebäude, Tiere wie das Schwein als Symbol für Gier und Völlerei, wie Nixon im Gespräch mit unserer Zeitung sagt.

Zudem tauchen allerlei bremische Motive auf. Bremisches Mauerwerk, Altbremer Häuser, ein Jahrmarktskarussell. „Man sucht etwas in de n Bildern“, so die Bremer Kunsthistorikerin Dr. Katerina Vatsella. Stimmt – die Bilder ziehen den Betrachter förmlich in sich hinein.

Karla Nixon, die 41. Bremer Stipendiatin, bleibt bis Ende Januar in der Hansestadt. Während des Stipendiums leben und arbeiten die Künstler bei der Bremer Heimstiftung an der Schwachhauser Heerstraße.

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