„Tag der Technik“ unter dem Motto „Faszination Luft- und Raumfahrt“ / Interessante Exponate

Von Satelliten bis Fluglotsen

Pascal Dinkela (vorn) und Hassan Al-Jammal begeistern sich für die vielfältigen Möglichkeiten der Luft- und Raumfahrt.

Bremen - Von Viviane StrahmannBREMEN · „Der Weltraum ist voller unbekannter Dinge. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie riesig alles ist“, schwärmt die elfjährige Sophie Bünemann vom Schulzentrum Rockwinkel. Sie informiert sich über die verschiedenen Angebote beim „Tag der Technik“ im Bremer Flughafen.

Die Nachwuchsveranstaltung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) steht unter dem Motto „Faszination Luft- und Raumfahrt“. Sie soll dazu beitragen, Kinder und Jugendliche für technische und naturwissenschaftliche Themen zu begeistern.

Am heutigen Sonnabend haben alle Interessierten noch die Möglichkeit, in der Zeit von 9 bis 17 Uhr in Terminal 1 und 2 eine bunte Mischung aus Führungen, Wissenschaftsshows, Informationsständen und Exponaten zu erleben.

Sophie Bünemann erkundigt sich gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen und Lehrer Ronald Klotz über die beruflichen Möglichkeiten, die das Feld der Luft- und Raumfahrt in Bremen bietet. Sie interessiert sich für die Naturwissenschaften. Gemeinsam mit Belana Hinrichs und Dinah Chrobok hat sie schon einen ersten Platz im Bereich Biologie bei „Jugend forscht“ belegt.

Für Flugzeugtechnik begeistern sich die Hauptschüler Pascal Dinkela und Hassan Al-Jammal. Die beiden 14-jährigen Delmenhorster probieren sich bei der Mondlandung: Im Simulator des Zentrums für Technomathematik (ZeTeM) versuchen sie eine Notlandung mit einem abgekoppelten Raumgleiter. Die Wissenschaftler vom ZeTeM haben dafür die optimale Flugbahn berechnet; die Jungpiloten müssen diese nun möglichst genau nachfliegen.

„Wir beschäftigen uns mit der Optimierung und optimalen Steuerung von statischen und dynamischen Systemen“, sagt Dr. Matthias Knauer vom ZeTeM. Nicht nur bei der Berechnung optimaler Flugbahnen, sondern auch bei Kransystemen oder Biogasanlagen sind die Technomathematiker gefragt. „Wir haben den Auftrag, unser mathematisches Know-how in die Technik umzusetzen und den Ingenieuren Hilfestellungen zu geben“, beschreibt Prof. Dr. Christof Büskens. So hilft das Team beispielsweise nicht nur, Satelliten richtig einzustellen, sondern auch, ihre Beobachtungszeitpunkte zu berechnen. „Hier wollen wir zeigen, dass Mathematik auch Spaß machen kann“, so Büskens.

Neben dem Rumpfmodell eines A321 erklärt der Auszubildende in der Fertigungstechnik bei Airbus, Patrick Drenske, die Verwendung von Zugnieten im Flugzeugbau. Einen anschaulichen Eindruck von der Arbeit im Tower vermittelt Fluglotse Ulrich Rühr aus Düsseldorf. Er stellt das Zusammenspiel von Lotse und Pilot in einem 135-Grad-Simulator der Deutschen Flugsicherung (DFS) dar – natürlich hochkonzentriert und auf Englisch. Sprecherin Ute Otterbein erklärt den Ablauf: „Ein Fluglotse benutzt das Wort ‚Take-off‘ nur ein einziges Mal, damit dies nicht zu Missverständnissen führt.“ Ulrich Rühr: „Räumliches Vorstellungsvermögen, Belastbarkeit und die Fähigkeit zu Multi-Tasking sind in diesem Beruf wichtig.“

Der Mintia-Club der Universität Bremen möchte Schülerinnen ab 14 Jahren für naturwissenschaftliche und technische Fächer begeistern, und die Wissenschaftsshow des Universum Science Centers sorgt für ausreichend „Frischluft“. Der „Tag der Technik“ findet heute, Sonnabend, von 9 bis 17 Uhr statt.

WWW.

tagdertechnik-bremen.de

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