Konzert vor ausverkaufter Halle

Heimspiel für Vierfach-Mama Sarah Connor

+
Nur aus der Ferne durften die Pressefotografen Sarah Connor ablichten.

Bremen - Von Viviane Reineking. Erneutes Heimspiel vor ausverkauftem Haus: Pop- und Soulsängerin Sarah Connor hat am Sonntagabend vor 9000 Zuschauern in der Bremer Stadthalle (ÖVB-Arena) zwei vollgepackte Konzertstunden auf die Bühne gebracht. Trotzdem bleibt die Stimmung mäßig.

So ein Heimspiel, das sei immer etwas ganz Besonderes, sagt die aus Delmenhorst stammende Sängerin, die ihre Tour zum 2015 erschienenen Album „Muttersprache“ auch in diesem Jahr fortsetzt. Nach einem begeisternden Auftritt vor rund eineinhalb Jahren im Konzerthaus Glocke füllt sie die Stadthalle nun bereits zum zweiten Mal.

Um es vorwegzunehmen: Ob es am Sonntagabend – Sarah Connor kommt gegen 20.45 Uhr auf die Bühne – oder an der Location liegt: Stimmung und Atmosphäre reichen bei weitem nicht an das intensive Konzert im „kleinen“ Kreis der Glocke heran. Und dennoch: Die vierfache Mutter, die Mitte Januar gerade erst Sohn Jax Llewyn zur Welt gebracht hat („Ich stehe derzeit noch unter der Hormondusche“), überzeugt einmal mehr mit starker Bühnenpräsenz und grandioser Stimme. Und während Mama Sarah mit ihrer sechsköpfigen Band und drei Backgroundsängerinnen auf der Bühne steht, kümmert sich ihre Mutter Soraya um das wenige Wochen alte Baby.

Sarah Conner zeigt ihre Entwicklung in Bremen

Sarah beginnt in Bikerjacke, Hut und Glitzerschuhen mit „Halt mich“ und „Anorak“ ihre „Reise quer durch die „Muttersprache“-Platte, singt ihrem Bremer Publikum ihr „Deutsches Liebeslied“ und thematisiert die Beziehung zu ihrer besten Freundin („Meine Insel“): „Ich kann mich zu Dir flüchten, Du setzt Dich für mich zur Wehr“. Von englischen Popsongs hin zu tiefgründigen deutschsprachigen Liedern: Ein Medley ihrer alten Songs („Let’s get back to bed boy“, „Bounce“) macht deutlich, wie groß ihre Entwicklung als Sängerin ist.

Wunderbar gesungen dann aber „Little Love“, für ihre Tochter in früheren Zeiten geschrieben. Ganz still ist es hinterher in der großen Halle: „So leise ist es bei uns zu Hause nie“, witzelt Mama Sarah. Weiter geht es unter anderem mit Gregor Meyles „Keiner ist wie Du“, ein Song über die unerfüllte Liebe und ihr „Tor zur deutschen Singsprache“.

Wahre Freundschaft besingt Connor im Duett mit Henning Wehland in „Bonnie & Clyde“. Der „H-Blockx“-Sänger und Casting-Juror bestritt bereits das Vorprogramm mit Liedern seines Albums „Der Letzte an der Bar“. Nach gut zwei Stunden und mehreren Zugaben ist das „Heimspiel“ dann gewonnen. Viel Zeit, die Rolle zu wechseln, bleibt nicht: Das hungrige Baby wartet.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Clemens Fritz im Interview: „Ich möchte von Frank lernen“

Clemens Fritz im Interview: „Ich möchte von Frank lernen“

Kerry: USA können Klimaziele einhalten - auch ohne Trump

Kerry: USA können Klimaziele einhalten - auch ohne Trump

Explosion in Österreich behindert Südeuropas Gasversorgung

Explosion in Österreich behindert Südeuropas Gasversorgung

Das sind die Luxusautos der Fußball-Stars

Das sind die Luxusautos der Fußball-Stars

Meistgelesene Artikel

Pferdeshow „Apassionata“ kommt mit „Gefährten des Lichts“

Pferdeshow „Apassionata“ kommt mit „Gefährten des Lichts“

Schlagabtausch über Bremens Doppeletat 2018/2019

Schlagabtausch über Bremens Doppeletat 2018/2019

Grünkohl als Öl und Praline

Grünkohl als Öl und Praline

Bremer Borgward-Areal: Kauf verzögert sich

Bremer Borgward-Areal: Kauf verzögert sich

Kommentare