„Sandcity“ in Gröpelingen: Skulpturenbauer schaffen vergängliche Werke

Nichts für die Ewigkeit

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Die Skyline von Dubai aus Sand – ein Hingucker.

Bremen - Von Lars Kattner. Am Strand liegen, einen Cocktail schlürfen und dem Nachwuchs beim Bauen der obligatorischen Sandburg zuschauen – der Inbegriff eines erholsamen Urlaubstags. Fast so ging es am Wochenende am Gröpelinger Weserufer zu, aber eben nur fast. Denn für die Skulpturen aus Sand zeichneten keine Kinder verantwortlich, sondern echte Profis. Und deren Werke hatten rein gar nichts mit einer Sandburg zu tun – vom Material einmal abgesehen.

Mehrere Tage hatte es gedauert, ehe das Künstler-Team von „Sandcity“ um Organisator Benno Lindel die fünf Skulpturen geschaffen hatte. Die Skyline von Dubai, eine Familie am Strand und eine riesige Weltkugel – vor jedem der imposanten Bauwerke zückten die Besucher zigfach das Smartphone, um die Gebilde aus Sand zu fotografieren. Dazu gab es auf dem 250 Quadratmeter großen Areal eine Beachbar und

Live-Musik – und natürlich jede Menge Liegestühle.

Aber warum halten die Skulpturen so, als seien sie in Stein gemeißelt? „Die entscheidenden Punkte sind der Sand und die Technik. Wir verwenden einen ungewaschenen, naturbelassenen Sand, der sich optimal verarbeiten lässt“, sagte Lindel, der die Kunst des professionellen Sandskulpturenbauens vor 20 Jahren nach Deutschland brachte.

Damit die Höhen von bis zu drei Metern erreicht werden können, müsse der Sand zunächst verdichtet werden – mit Rüttlern, Wasser und Muskelkraft. Allein dieser Vorgang nimmt einen ganzen Tag in Anspruch. Doch die Arbeit ist notwendig. Denn nur so können die Künstler den Sand mit speziellen Werkzeugen in Form bringen, ohne dass er zerfällt. Außerdem sollen die Skulpturen nicht beim ersten Regenschauer zerstört werden. Einzig Starkregen in Kombination mit stürmischem Wind könne dazu führen, dass die Werke „ein wenig matschig“ aussehen. Doch das Wetter meinte es gleichermaßen gut mit Sandkünstlern und Besuchern. Strahlender Sonnenschein sorgte für das richtige Feeling. Für die Ewigkeit sind die Objekte allerdings nicht gedacht. Denn was die Natur nicht schafft, schafft der Mensch: Mit Ende des Wochenendes wurden Dubai und Co. wieder dem Erd- beziehungsweise Sandboden gleichgemacht.

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