Belastung durch Kalibergbau

Weser und Werra sollen sauberer werden

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Das Einleitungsrohr für Salzabwasser am Ufer der Werra beim K+S-Verbundwerk in Philippsthal (Hessen).

Bremen/Wiesbaden - Die Anrainerländer von Weser und Werra haben beschlossen, die Belastung der Flüsse durch die Salzeinleitung zu reduzieren - in Abstimmung mit dem Rohstoffunternehmen K+S. Doch dies behält sich ausdrücklich eine Klage gegen die vereinbarten Maßnahmen vor.

Die durch Salzeinleitung belasteten Flüsse Weser und Werra sollen sauberer werden. Darauf einigten sich die Anrainerländer bei einem Treffen am Freitag in Berlin. So soll bis zum Jahr 2027 die Salzkonzentration in der Werra halbiert werden, wie Bremens Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) mitteilte. Für die Weser soll im selben Zeitraum ein ökologisch guter Zustand erreicht werden. Die Werra ist durch den Kalibergbau von K+S stark belastet und mündet in die Weser. Der Masterplan „Salzreduzierung“ bestehe aus drei Maßnahmen, die mit dem Unternehmen abgestimmt seien, erklärte Lohse. Die Kosten dafür trage K+S. Die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) erklärte, man wollte das Unternehmen K+S bei der Umsetzung unterstützen. „Ich bin erleichtert, dass es nach jahrelangem Ringen um eine für alle verträgliche Lösung zu dem Beschluss des Bewirtschaftungsplanes Salz gekommen ist.“

Das Rohstoffunternehmen K+S kritisierte jedoch, dass wesentliche Maßnahmen des Masterplans weder auf ihre Realisierbarkeit noch auf ihre Verhältnismäßigkeit geprüft worden seien. Der Eingriff würde den Betrieb der Standorte im Werra-Fulda-Revier massiv beeinträchtigen und unwirtschaftlich machen, erklärte das Unternehmen. K+S kündigte an, sich vorzubehalten, ob es gegen den Bewirtschaftungsplan klagen werde. Der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) äußerte sich indes erfreut darüber, dass es keine Pipeline-Lösung geben werde. Die Entsorgung der salzigen Kali-Abwässer über eine Pipeline direkt in die Oberweser wird von Niedersachsen abgelehnt. Wenzel erklärte, dass es gelungen sei, diese Position im Beschluss zu verankern. Die Grünen forderten K+S auf, zügig zu handeln. „Für das Vertrauen der Anrainer von Werra und Weser (...) ist es unabdingbar, dass K+S jetzt ohne weitere Verzögerungen liefert und die beschlossenen Maßnahmen zur Salzreduzierung zügig umsetzt“, erklärte Niedersachsens Grünen-Fraktionsvorsitzende Anja Piel. dpa

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