Roncallis „Feuer und Eis“ glänzt mit tollen Akrobaten und famosen Musikern

Salti zu Geigenklängen

Mathieu Bolillo turnt am „Tramponix“, einer Mischung aus Trampolin und Barren. Roncallis „Feuer und Eis“ ist reich bestückt mit akrobatischen Höchstleistungen. ·
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Mathieu Bolillo turnt am „Tramponix“, einer Mischung aus Trampolin und Barren. Roncallis „Feuer und Eis“ ist reich bestückt mit akrobatischen Höchstleistungen. ·

Bremen - Von Jörg EsserDie Mischung stimmt. Akrobatik und klassische Musik harmonieren nahezu perfekt. Roncallis neue „Circus-meets-Classic“-Show „Feuer und Eis“ erweist sich als Ohren- und Augenschmaus. Das Premierenpublikum im Musicaltheater am Richtweg jedenfalls feierte die großartigen Akrobaten und die famosen Musiker mit langanhaltendem Applaus.

Es schneit auf der Bühne. Musik erklingt. Die Norddeutsche Hansephilharmonie unter der Leitung von Alexander Mottok intoniert die Winterstimmung aus Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Geiger Armen Tevikyan bringt Feuer in die greifbare Kälte. Aus einem Eisblock klettern die „Bionic Brothers“ ins eisige Rampenlicht. Die beiden Handstand-Akrobaten sorgen für einen ruhigen und trotzdem atemberaubenden Start in eine später zum Teil furiose Show.

Roncalli-Direktor Bernhard Paul hat eine tolle Artistentruppe zusammengestellt. Die Mischung stimmt. Sanfte Jonglage wechselt mit kraftvoller Akrobatik. Den Zuschauern bleibt Zeit zum Träumen und zum Staunen. Und zwischendurch vertreiben die „Mikos Clowns“ dem Publikum die Umbauzeiten mit feinsinnigem Humor.

Der Franzose Mathieu Bolillo bringt einen „Vulkan“ mit auf die Bühne. „Tramponix“ nennt er das Gerät, an dem er hängt, springt und strampelt. Die Show nimmt Tempo auf. Fußball-Jongleur Jemile Martinez schafft es unfall- und gegentorfrei mit fünf Bällen zu jonglieren. Alla Popova sorgt mit ihrer grazilen Ringakrobatik hoch über der Bühne für anmutige Augenblicke. „Les Paul“, drei Kinder des Zirkusdirektors und Jemile Martinez, kurven dann auf Rollschuhen in einem Höllentempo über einen kleinen runden Tisch – waghalsige Hebenummern inklusive. Die „Balagans“ legen mit ihrer Schleuderbrett-Akrobatik noch eine Schippe drauf – fliegende Athleten, Salti in der Luft. Die Pause zum Durchatmen kommt fürs Publikum zur rechten Zeit.

Dramatisch wird die zweite Halbzeit eröffnet – mit einer feurigen Tango- und Hochseildarbietung des argentinischen Duos „Cynty & Toto“. „Toto“ muss zwar einige Male das dünne Seil verlassen. Doch das überspielt er so geschickt, dass es wie Absicht aussieht. Oder tatsächlich beabsichtigt ist? Weiter geht‘s – mit Albert Tröbinger, der schillernde Glaskugeln über seinen Körper gleiten lässt. Mit Géraldine Philadelphia, die farbenfroh mit Ringen und Reifen jongliert. Mit Strapatenkünstler Sergey Novikov, der sich kunstvoll in die Höhe wickelt und dann rasant fallen lässt.

Und zum Schluss toppen die „Rokashkovs“ noch einmal alles: Das Quartett inszeniert eine virtuose Liebesgeschichte am Hochreck. An vier im Quadrat angeordneten Hochrecks, genauer gesagt. Kühne Sprünge, halsbrecherische Übergriffe, gewagte Wechsel. Dafür gibt’s jede Menge Beifall. Dann kommt die ganze Akrobatenschar auf die Bühne. Schluss der Vorstellung. Schade eigentlich.

Roncallis „Feuer und Eis“ gastiert noch bis Neujahr im Musicaltheater. Restkarten gibt es in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

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