„Sail“ startet morgen mit großer Parade

Spektakuläre Windjammer

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270 Segelschiffe sind von morgen bis Sonntag auf der „Sail“ in Bremerhaven zu bestaunen. Eröffnet wird das maritime Festival, zu dem der Veranstalter rund eine Million Besucher erwartet, von Bundespräsident Joachim Gauck.

Bremerhaven - Von Viviane Reineking. Mit einem spektakulären Schauspiel beginnt morgen die „Sail“ in Bremerhaven. Beim sogenannten „Sail-in“ laufen rund 300 Windjammer, Traditionssegler und Sportboote ab 12 Uhr in die Häfen der Seestadt ein. Die Dreimastbark „Alexander-von-Humboldt II“ führt die große Schiffsparade an. Eröffnet wird das fünftägige maritime Fest von Bundespräsident Joachim Gauck. Bis Sonntag erwarten die Veranstalter rund eine Million Besucher.

Den Kern der Parade bilden nach Angaben des Veranstalters 44 Groß- und Traditionssegler. Bis Sonntag sind in Bremerhaven nach Angaben von „Sail“-Sprecher Wolfgang Heumer 270 traditionelle Segelschiffe aus 20 Nationen zu Gast. Die Bandbreite ist groß: Sie reicht von der Hansekogge über Repliken historischer Expeditions-, Handels- und Kriegsschiffe bis zu klassischen Rahseglern.

Die „Alex II“ ist das Flaggschiff der „Sail 2015“. Mit einer Segelfläche von rund 1360 Quadratmetern verspricht das Segelschulschiff ebenso einen eindrucksvollen Anblick wie das chilenische Segelschulschiff „Esmeralda“ mit 113 Meter Länge und einer Segelfläche von 2852 Quadratmetern und die russischen Viermastbarken „Sedov“ (117 Meter) und „Krusenstern“ (114 Meter).

Zum ersten Mal in Bremerhaven zu Gast und ein echter Hingucker auf der „Sail“ ist die „Guayas“. 1977 erhielt die Marine Ecuadors ihr Segelschulschiff. Die „Guayas“ ist eines von vier fast baugleichen Schwesterschiffen, unterscheidet sich äußerlich nur durch die offene Brücke von den anderen. Seit der Indienststellung nahm die 78,40 Meter lange Bark an zahlreichen Transatlantikregatten teil. Ende 2008 hatte die „Guayas“ nach Angaben des „Sail“-Veranstalters mehr als 340000 Seemeilen zurückgelegt, dabei 60 Häfen in 25 Ländern angelaufen.

Die Parade der Windjammer beginnt um 12 Uhr. Bereits eine Stunde vorher versammeln sich die teilnehmenden Schiffe nach Angaben von Heumer nördlich des Containerterminals in der Außenweser. Gegen 12 Uhr nimmt die Formation, angeordnet in drei Reihen auf einer Länge von sieben Kilometern, Fahrt auf. Etwa 45 Minuten später soll sie den Weserdeich vor der Bremerhavener Stadtmitte passieren.

Gegen 11 Uhr geht Bundespräsident Joachim Gauck mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt an Bord der Nordischen Jagt „Grönland“. Auf dem ehemailgen Forschungsschiff, 1867 in Norwegen als Robbenfänger gebaut und mittlerweile im Besitz des Deutschen Schiffahrtsmuseums, fährt er der Parade entgegen.

Aus der laufenden Formation steuern die Schiffe dann in einer bestimmten Reihenfolge die Schleusen an und laufen in die Häfen ein. „Für die Besatzungen und für die Koordinatoren der Parade bedeutet dies eine Reihe von komplizierten Manövern, für die Zuschauer wird es über Stunden ein beeindruckendes Schauspiel sein“, sagt der Leiter des Organisationsbüros, Heino Tietjen. Gegen 16.30 Uhr eröffnet Gauck die „Sail“ dann offiziell mit drei Böllerschüssen.

Rund 100 Einzelveranstaltungen gehören zum Programm des maritimen Festivals, darunter „Klassik am Meer“ am Mittwoch um 20 Uhr an der Seebäderkaje, ein „Schlepperballett“ am Freitag, 14.30 Uhr, auf der Weser sowie eine Schlagerparty (Sonnabend, 18 Uhr, Seebäderkaje). Ein großes Feuerwerk gibt es am Sonnabend um 23 Uhr am Lohmanndeich. Von Donnerstag bis Sonntag haben die Besucher beim „Open Ship“ in den Häfen die Gelegenheit, an Bord zu gehen. Angeboten werden zudem regelmäßige Halbtagesfahrten und Abendfahrten auf unterschiedlichen Schiffstypen sowie Sonderfahrten zum Feuerwerk (Infos und Buchung online und unter 0471/41 41 41).

Nach Angaben des Bremerhavener Tourismuschefs Raymond Kiesbye bringt das Großereignis der regionalen Wirtschaft einen Gesamtumsatz von mindestens 30 Millionen Euro ein.

www.sail-bremerhaven.de

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