„Sail Bremerhaven“: Einlaufparade mit 300 Traditionsseglern am 12. August

Spektakuläres Schauspiel

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Die Bark „Alexander von Humboldt 2“ ist Flaggschiff des Windjammerfestivals „Sail Bremerhaven“.

Bremerhaven - Mit einer sieben Kilometer langen Einlaufparade von 300 Windjammern, Traditionsseglern und Sportbooten wird am 12. August die „Sail Bremerhaven“ eröffnet. „Wir freuen uns, dass sich die größten und schönsten Segelschiffe der Welt für dieses Ereignis angemeldet haben“, sagte gestern der Vorsitzende des Organisationskomitees, Artur Beneken.

Unter Führung der 65 Meter langen Bark „Alexander von Humboldt2“ werden 44Groß- und Traditionssegler den Kern der Paradeformation bilden. Die farbenprächtige Flotte formiert sich in drei Reihen zum spektakulären Schauspiel.

Zu den größten teilnehmenden Schiffe zählen das chilenische Segelschulschiff „Esmeralda“ (113 Meter), die russischen Viermastbarken „Sedov“ (117 Meter) und „Krusenstern“ (114 Meter), das polnische Vollschiff „Dar Mlodziezy“ (110 Meter) sowie die norwegischen Großsegler „Statsraad Lehmkuhl“ (98 Meter) und „Christian Radich“ (76 Meter). „Wir erwarten außerdem eine Menge Schiffe, die man als Besonderheit bezeichnen kann“, sagt der Leiter des Organisationsbüros, Heino Tietjen. Dazu zählt unter anderem der Nachbau der „Nao Victoria“ aus Spanien, mit der Ferdinand Magellan im 16. Jahrhundert die erste Weltumseglung gelang. Die weiteste Anreise haben die indische Bark „Tarangini“ (54 Meter) sowie die 44 Meter lange „Young Endeauver“, die aus Australien kommt.

Die Schiffe bringen gut 3500 Seeleute aus aller Welt nach Bremerhaven. „Dass so viele Nationen ihre Schiffe zu uns schicken, ist eine tolle Anerkennung unserer Arbeit“, sagt Beneken. Der Aspekt der Völkerverständigung war für Bundespräsident Joachim Gauck der Anlass, seinen Urlaub für den Tagesbesuch in Bremerhaven zu unterbrechen. Das Staatsoberhaupt ist Schirmherr der „Sail“ und wird die Schiffsparade zur Eröffnung abnehmen.

Der Ablauf des „Sail-in“ ist laut Beneken für die Organisatoren eine logistische und planerische Herausforderung. Die Schiffe versammeln sich in der Außenweser nördlich des Containerterminals. Gegen 12 Uhr wird die Formation ihre Fahrt aufnehmen und 45Minuten später den Weserdeich vor der Bremerhavener Stadtmitte passieren. Aus der laufenden Paradeformation werden die Schiffe dann in einer bestimmten Reihenfolge die Schleusen ansteuern und ihre Liegeplätze im Alten Hafen, im Neuen Hafen, im Kaiserhafen, an der Geeste und im Fischereihafen einnehmen. Bis Sonntag, 16. August, werden in der Seestadt mehr als 270 traditionelle Segelschiffe aus 20 Nationen zu Gast sein. Erwartet werden eine Million Besucher. Nach Angaben des Bremerhavener Tourismuschefs Raymond Kiesbye initiiert das fünftägige Großereignis mit mehr als 100 Einzelveranstaltungen einen Gesamtumsatz von mindestens 30 Millionen Euro in der regionalen Wirtschaft.

Die „Sail Bremerhaven“ hat sich seit der Premiere 1986 zu einem der größten Windjammer- und Traditionsseglertreffen in Deutschland entwickelt. Seit 1995 wird das Spektakel im

Fünf-Jahres-Rhythmus ausgerichtet.

je/dpa

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