Straßennamen erzählen Geschichten (389): Der Hanseatenhof steht plötzlich im Zentrum der Stadtentwicklungsdiskussion

Den Weg aus der Sackgasse finden

Kreiszeitung Syke

Bremen - Von Thomas Kuzaj· Bunte Luftballons und Shanty-Klänge – seit ein paar Jahren gerät der Hanseatenhof in der Bremer Innenstadt einmal im Jahr in den Fokus. Anfang Februar ist das – zur Eröffnung der Bürgerpark-Tombola.

Nach der Tombola ist der Hanseatenhof dann aber wieder das, was manche Stadtplaner eine „gefühlte Sackgasse“ nennen – weshalb der Platz eine große Rolle spielt in den aktuellen Diskussionen um die Zukunft der Bremer Innenstadt. Wer aus der Lloyd-Passage kommt, soll – so die Idee – auf eine attraktivere Weise als bisher auf den Ansgarikirchhof (und weiter) gelenkt werden, der ja immerhin noch eine prachtvolle historische Fassade zu bieten hat – das Haus der Handwerkskammer. Auf dem Weg dahin aber breitet sich mancherorts Leerstand aus; und die Wegeführung gilt als nicht gerade ideal. Was wiederum bedeutet: hier liegen Chancen buchstäblich auf der Straße.

Wie berichtet, nahmen die Bau- und Wirtschaftsdeputierten auf ihrer gemeinsamen Sitzung mit den Stimmen der Regierungskoalition aus SPD und Grünen die – zusammen mit Handelskammer, Brepark und City-Initiative – erdachten Leitlinien zur Entwicklung des Ansgariviertels an. „Was wir machen, ist der Versuch einer strukturierten Entwicklung eines Gebiets“, sagte Bausenator Reinhard Loske (Grüne). Dieses Gebiet – zusammenfassend als Ansgariviertel bezeichnet – erstreckt sich praktisch vom Parkhaus Mitte bis zum Brill-Parkhaus. Alles könnte sich ändern, wenn am Standort des Brill-Parkhauses ein neues Tor zur Innenstadt entstünde – neue Gestaltungsmöglichkeiten und auch neue (und zusätzliche) Verkaufsflächen für den Einzelhandel.

Mittendrin – eben – der Hanseatenhof, dessen Name so schön bremische Handelshistorie anklingen lässt. Ein Gutachtervorschlag aus den Deputationspapieren (Büro Trojan, Trojan und Partner): „Die beiden Plätze, der Ansgarikirchhof und der Hanseatenhof, bleiben grundsätzlich in ihren heutigen Lagen bestehen, erhalten aber zum Teil neue Ränder und werden besser mitein ander verknüpft. Der Lloydhof und der Standort des Kaufhofes werden durchlässiger: die Pelzerstraße führt wieder bis zur Knochenhauerstraße, die Überbauung der Kleinen Hundestraße wird zurückgenommen und die Ansgaritorstraße wird mit einer neuen Wegeanbindung an den Hanseatenhof in den Einzelhandelslauf einbezogen. Der heutige Standort des Parkhauses Am Brill kann so zu einer neuen Einzelhandelslage werden.“

Eine Neugestaltung des Hanseatenhofs könnte also eine Schlüsselrolle spielen in der Neugestaltung eines ganzen Innenstadtquartiers. Ein spannungsvoller Wechsel von Gassen, Glaspassagen und Plätzen ist im Gespräch. Schon am Hanseatenhof könnte der Weg zur Ansgaritorstraße beginnen. Es wäre das Ende der Sackgassenzeit.

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