Rundgänge und rote Fahnen

Viertel: Kunsthandwerker öffnen ihre Ateliers

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Im offenen Atelier stöbern – so soll es auch am letzten Oktoberwochenende wieder sein.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Einmal dort hingehen, wo sonst niemand hineinkommt. Einmal sehen, wo und wie Künstler arbeiten. Einmal mehr öffnen Kunsthandwerker unter dem Motto „Kunstwerk im Viertel“ ihre Ateliers. „Alle Türen sind offen“, heißt es dann wieder.

Besucher sind eingeladen, in Oster- und Steintor von Werkstatt zu Werkstatt, von Atelier zu Atelier zu bummeln. Termin: Sonnabend und Sonntag, 28. und 29. Oktober – an beiden Tagen in der Zeit von 11 bis 18 Uhr.

55 Kunsthandwerker sind in diesem Jahr dabei – bei der mittlerweile zwölften Auflage, die den Titel „Kucken kommen“ bekommen hat, weil das so schön klingt mit dem zweifachen „K“ an den Wortanfängen. „Kucken kommen“ steht auch auf den Plakaten, die jetzt schon in Bremen für die Aktion werben. Für noch mehr Orientierung und Übersicht werden am letzten Oktoberwochenende wieder zwei Infostände sorgen. Die Kunsthandwerker bauen sie dieses Mal am Ziegenmarkt (Steintor) und am Präsident-Kennedy-Platz (Nähe Contrescarpe und Fedelhören) auf. Hier gibt es auch „Kunststadtpläne“.

„Auf den Gehwegen sind vier Rundgänge blau, grün, orange- und pinkfarben gesprüht“, sagt die Keramikerin Frauke Alber, die zum Organisationsteam gehört. Die farbigen Markierungen sollen Besucher dazu verleiten, die Nebenstraßen zu entdecken und viele offene Ateliertüren zu finden, so Alber weiter. Und: „Große rote Fahnen leuchten schon von Weitem durch die Straßen.“ Vor den offenen Häusern und Ateliers werden zudem rote Teppiche ausgerollt. Alber: „In vielen Ateliers gibt es in diesem Jahr kleine Konzerte, Aktionen und Gäste.“

Öffentliche Führungen

Welche Gewerke dieses Mal dabei sind, fasst Alber gleichermaßen knapp und umfassend so zusammen: „Buch und Papier, Fotografie, Gartengestaltung, Glas, Grafik und Illustration, Holz, Keramik, Licht und Leuchten, Malerei, Möbel und Raumgestaltung, Mode und Produktdesign, Taschen, Schuhe, Schmuck, Skulptur und Objekt.“

Auch in diesem Jahr gibt es wieder öffentliche Führungen, die am Infostand Ziegenmarkt beginnen. Der Stadtführer Joachim Bellgart leitet „Stadtteilerkundungen“. Laut Alber Streifzüge „durch Geschichte und Gegenwart, durch Kultur und Architektur des Viertels – mit kurzen Besuchen einiger Ateliers und Werkstätten“.

Die Läden im Viertel laden am 29. Oktober zudem zu eibnem verkaufsoffenen Sonntag ein – in der Zeit von 13 bis 18 Uhr. Etliche Geschäftsleute dekorieren ihre Schaufenster an den Tagen vor dem großen Kunsthandwerker-Wochenende mit Arbeiten aus den Ateliers der beteiligten Künstler.

Hochzeitsmesse im Park Hotel

„Hochzeitsmode für jeden Stil und Geschmack, Trauringe und Schmuck, passende Dekorationen und Brautsträuße, köstliche Torten und individuelle Einladungskarten“ – all das, so die Organisatoren, finden Besucher am Sonntag, 22. Oktober, im Dorint Park Hotel (Bürgerpark). Und zwar bei einer Hochzeitsmesse, die dort in der Zeit von 11 bis 18 Uhr ihre sprichwörtlichen Pforten öffnet. Der Eintritt ist frei, sagte ein Sprecher. Das Park Hotel (Direktor: Karsten Kenneweg, der aus Sulingen stammt) biete Brautpaaren „den idealen Rahmen, um sich in entspannter Atmosphäre umzuschauen“.

30 Aussteller präsentieren am Sonntag ihre Angebote. Unter ihnen sind Friseure und Visagisten. Zudem ist für 13.30 Uhr eine Modenschau geplant. Anregungen gebe es für Hochzeitsfeiern jeglicher Art, hieß es – egal, ob „Hochzeit im Vintage-Stil, klassisch, leger als Party oder nach einem speziellen Motto“. Mit der Messe bringt das Hotel natürlich auch sich selbst ins Hochzeitsspiel. Nämlich als Ort (oder – wie es heute immer so schön heißt – als „Location“) für die Feier.

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