Arbeiten am Nordwestknoten

Beleuchtungen abgesägt: Zeit der „Bremer Ufos“ vorbei

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Ein Stück Mast wird noch abgetrennt, bevor das letzte „Bremer Ufo“ zur weiteren Zerlegung abtransportiert wird.

Bremen - Am Sonntag gegen halb acht Uhr morgens war die Zeit der sogenannten „Bremer Ufos“, ufoförmige Beleuchtungseinheiten im Bereich des Nordwestknotens, endgültig vorbei.

Das letzte Ufo zwischen Nordwestknoten und Breitenweg ist abgesägt. Nach der partiellen Sperrung der Hochstraße am Breitenweg und der B6 um 4 Uhr beginnen auch einige Arbeiten im und um den Utbremer Tunnel.

Die Verkehrsruhe wird vielfältig genutzt. Etwa 40 Leute sind an diesem Tag auf dem gesperrten Streckenabschnitt im Einsatz. Ein Mann steht auf einer Hebebühne im Tunnel, in der Hand einen Hochdruckreiniger. Er ist von einem feuchten Nebel umgeben, während er die Wand reinigt. Die Reinigung ist dringend nötig, sagt Walter Apelt (46) vom Amt für Straßen und Verkehr (ASV). 

Reinigung sorgt für mehr Verkehrssicherheit

Im Laufe der Jahre habe sich viel Schmutz abgelagert. Auch draußen am Tunnel wird saubergemacht, diverse Graffiti werden entfernt. Die Reinigung hat etwas mit Verkehrssicherheit zu tun, wie André Lange, Bezirksingenieur beim ASV, erklärt. „Je sauberer es ist, desto besser können wir Schäden erkennen.“ Bei der späteren Bauwerksprüfung werden im Tunnel tatsächlich einige Risse im Deckenbereich gefunden. Gravierend sind diese aber nicht, so Lange. Vor dem Tunnel jedoch ist Beton an den Halterungen der Lärmschutzwand abgeplatzt.

In einer Tunneldurchfahrt befinden sich Spurrillen. „Da sollte gleich ein neuer Fahrbahnbelag rein“, sagt Lange. Ein nächstes Projekt. Auch eine Beule an der Distanzschutzplanke auf dem Streifen zwischen beiden Fahrbahnen bleibt erstmal bestehen. Sie wurde entdeckt, als der Mittelstreifen von Grünzeug befreit wurde. Zu der Beule wird zunächst ein Akteneintrag gemacht, sagt Walter Apelt. „Es wird dann ein neues Stück eingesetzt. Dafür muss eine Spur für drei oder vier Stunden gesperrt werden“, so Apelt weiter.

SWB montiert neue Beleuchtung

Derweil ist der Energieversorger SWB in der anderen Röhre tätig. Ein Mann auf einer Hebebühne montiert große Glühbirnen mit etwa 20 Zentimetern Länge und Leuchtleistungen von 70, 100 und auch 400 Watt. Die Glühbirnen sollen mindestens vier Jahre halten, so Christian Specketer (50) aus dem Bereich Beleuchtung bei der SWB. 284 Stück werden im Laufe des Sonntags montiert – einmal die komplette Tunnelbeleuchtung.

Auch außerhalb des Tunnels arbeiten Kräfte der SWB und von Partnerfirmen am Licht. An neun Masten werden gleich sämtliche Lampen erneuert. Bisher leuchteten auf jedem der Masten zwei Lampen mit einer Kraft von 180 Watt. Die neuen Lampen, LEDs, schaffen die gleiche Leuchtkraft mit weniger Strom.

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